Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 80/2018 - 26.10.2018
Ein Erfolg der Gewerkschaften

Arbeitsfrei am 31. Oktober – das haben wir verdient

Der 31. Oktober wird ab 2018 dauerhaft als zusätzlicher gesetzlicher Feiertag im Norden begangen. Der DGB Nord war es, der bereits im Februar 2016 den Anstoß dazu gab.

„Da sieht man, wie erfolgreich die Gewerkschaften mit den Bundesländern des Nordens zusammenarbeiten können. Der neue Feiertag ist von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hart erarbeitet worden. Die Verkürzung und Umverteilung von Arbeitszeit bleibt gerade in Zeiten der Digitalisierung eine große Aufgabe. Da wird von den Gewerkschaften noch viel mehr kommen, auch in Tarifverhandlungen“, sagt Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord: „Von 2000 bis 2016 hat sich die Produktivität der Wirtschaft dreimal schneller entwickelt als der Lohnzuwachs. Deshalb ist der neue Feiertag auch längst erwirtschaftet.“

Der Norden hole im Feiertagsvergleich gegenüber dem Süden auf, aber auch nach dem 31. Oktober stehe es immer noch 10 zu 13, so Polkaehn: „Noch immer gibt es einen großen Abstand zur Jahresarbeitszeit in den katholisch geprägten Bundesländern. Dort zeigt sich: Arbeitsfreie Tage schaden der Produktivität überhaupt nicht, im Gegenteil, sie können Leistungskraft und Motivation fördern. In unserer hochproduktiven Arbeitswelt mit stetig wachsenden Anforderungen an die Beschäftigten muss es immer wieder auch Pausen und Tage des Innehaltens geben. Deshalb sollte auch nicht am Arbeitszeitgesetz und an der Sonntagsregelung herumgeschraubt werden.“

Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Hessen, Berlin sowie drei ostdeutsche Länder haben zehn gesetzliche Feiertage im Jahr. In Bayern gibt es zwölf, in Gemeinden mit katholischer Bevölkerung 13 Feiertage – und in der Stadt Augsburg sind es sogar 14.


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen mehr als 400.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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