Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12/2017 - 01.02.2017
Neue Jugendberufsagentur in Lübeck

"So macht man junge Menschen zu Gewinnern"

 

"Eine Jugendberufsagentur in Lübeck würde die Chancen für junge Menschen, erfolgreich in Ausbildung und Arbeit einzusteigen, deutlich verbessern. Wenn Schulabgänger und junge Berufseinsteiger nicht mehr von Amt zu Amt laufen müssen, sondern aus einer Hand betreut und beraten werden, wird dies Reibungsverluste beseitigen. Bildungsministerin Britta Ernst setzt mit der Unterstützung der Einrichtung von Jugendberufsagenturen den richtigen Akzent. Das ist ein echter Beitrag gegen den sich abzeichnenden Fachkräftemangel", erklärte Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord anlässlich des vom DGB Stadtverband Lübeck veranstalteten Zukunftsdialogs "Eine Jugendberufsagentur für Lübeck ": "Bis 2030 werden in Schleswig-Holstein 85.000 Fachkräfte fehlen, wenn nicht jetzt gegengesteuert wird."

 

Wer Warteschleifen abbaue und Zugänge in echte Ausbildung beschleunige,  schaffe neue Möglichkeiten der Integration auch für diejenigen, die nicht mit Topp-Abschlüssen in der Reihe der Bewerber stehen, so der stellvertretende Vorsitzende des DGB Nord. Eine fundierte Kompetenzfeststellung zeige: "Jeder Mensch hat Talente. So macht man junge Menschen zu Gewinnern." Die Jugendberufsagentur müsse nun auch die Arbeitgeber veranlassen, ihre Verantwortung im Rahmen des Dualen Ausbildungssystems besser wahrzunehmen: "Noch immer fehlen betriebliche Ausbildungsplätze, weil viele Betriebe darauf warten, dass man ihnen fertige Berufsanfänger liefert", so Schlüter.

 

Der DGB Nord setzt sich für eine Ausbildungsgarantie und die flächendeckende Einführung von Jugendberufsagenturen im Norden ein.

 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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