Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 41 - 23.04.2018

1. Mai 2018: 29 Veranstaltungen zum Tag der Arbeit im Norden

„Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit." So lautet das Motto des DGB zum 1. Mai 2018.  Mit 29 Maifeiern, Empfängen, Familienfesten, Demonstrationen und Kundgebungen wird der Tag der Arbeit diesmal im Norden begangen: Schon seit mehr als 125 Jahren demonstrieren die Gewerkschaften am 1. Mai für die Würde der Arbeit und die Rechte der arbeitenden Menschen. Der Kampf für humane Arbeitsbedingungen und faire Tarifverträge in Zeiten der Digitalisierung sowie die Forderung nach deutlich höheren Löhnen und Gehältern stehen diesmal im Mittelpunkt der Veranstaltungen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Die Gewerkschaften wollen auch erneut mobilisieren für die Betriebsratswahlen, die noch bis zum 31. Mai in den norddeutschen Unternehmen stattfinden.

„Die deutsche Wirtschaft hat Riesengewinne gemacht, der Wohlstand wächst - aber diejenigen, die die Leistung jeden Tag an ihrem Arbeitsplatz erbringen, bekommen viel zu wenig davon ab. Die soziale Schieflage muss endlich verringert und beseitigt werden. Kapital und Arbeit müssen sich auf Augenhöhe begegnen. Nur so kann der Zusammenhalt nachhaltig gestärkt werden. Die Löhne, auch der Mindestlohn, müssen deutlich steigen, damit man später mit der Rente auskommt. Gerade im Norden beobachten wir Tarifflucht: Viel zu wenige Firmen bieten den Schutz von Tarifverträgen und Mitbestimmung - Fachkräfte kommen und bleiben aber nur, wenn sie sich nicht von Befristung zu Befristung hangeln müssen. Bei den Betriebsratswahlen zeigt sich bereits ein steigendes Interesse der Kolleginnen und Kollegen an starken Interessenvertretungen. Sie wissen: Von nix kommt nix. Berufstätige Frauen benötigen endlich das Recht auf Rückkehr aus Teilzeit in Vollzeit. Und Langzeitarbeitslosen helfen keine Sprüche über Hartz IV, sondern ein sozialer Arbeitsmarkt mit langfristigen Anstellungen. Wir stellen uns gegen die Angstmacher vom rechten Rand und werben um diejenigen, die sich vom demokratischen Miteinander und einer guten Nachbarschaft abwenden. Der 1. Mai ist unser Tag der Solidarität, das werden wir bei jedem Wetter deutlich machen“, so Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), in seinem Maiaufruf. Er spricht am 1. Mai in Rostock und Güstrow, sein Stellvertreter Ingo Schlüter in Rendsburg. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sind am 1. Mai in Rostock dabei und werden auf der Bühne im Dialog mit Vertretern der DGB-Mitgliedsgewerkschaften über die Themen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sprechen.

Die Maiveranstaltungen im Norden sowie die Rednerinnen und Redner entnehmen Sie bitte der Anlage (PDF). Für Auskünfte zu einzelnen Versammlungen stehen Ihnen die DGB-Regionen zur Verfügung.

Der Aufruf der Gewerkschaften und weitere Informationen zum 1. Mai:

http://www.dgb.de/erstermai2018

 


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