Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 23 - 07.03.2018

Internationaler Frauentag 2018 am 8. März

100 Jahre Frauenwahlrecht

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März feiert der DGB Nord in zahlreichen Veranstaltungen auch das hundertjährige Jubiläum des Frauenwahlrechts. Lisanne Straka vom DGB Nord würdigt das Engagement von Gewerkschafterinnen für Gleichberechtigung: „In hundert Jahren wurde viel erreicht, vom Wahlrecht bis zum Recht auf eine eigene Karriere. Aber ob nun in Parlamenten oder in Chefetagen: Immer noch bestimmen Männer das Bild. Frauen müssen sich noch mehr einmischen und Konflikte gemeinsam austragen.“

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ist der Bundestag so männlich wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Nur ein Drittel der Abgeordneten sind Frauen. Auch der Norden ist kommunal und landesweit noch weit entfernt von einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis in politischen Ämtern. So beträgt der Frauenanteil im schleswig-holsteinischen Landtag nur 31,5 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern haben die Frauen 25,3 Prozent der Mandate inne. 

„Es geht nicht nur darum, die Frauen zur Übernahme eines Mandates zu motivieren. Auch die Rahmenbedingungen für kommunal- und landespolitische Arbeit müssen sich ändern, damit sie für Frauen überhaupt interessant sind“, so Straka: "Dort, wo Frauen und Männer gleichermaßen ihre Sichtweisen einbringen, werden nachweislich die erfolgreicheren Entscheidungen getroffen."

Auch bei den in diesem Frühjahr anstehenden Betriebsratswahlen ermuntern die Gewerkschaften die Kolleginnen, sich für den Betriebsrat aufzustellen.

Von der Prävention sexueller Belästigung über die Einführung neuer digitaler Arbeitsmittel, eine wertschätzende Unternehmenskultur bis hin zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf entscheiden die Kolleginnen und Kollegen in den Betriebsräten mit. Lisanne Straka: „In Betrieben mit Betriebsrat ist auch die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen etwa 10 Prozent kleiner. Auch das ist ein Argument für Frauen, ihre Mitbestimmungsrechte konsequenter zu nutzen.“ 

Frauen sind in der betrieblichen Interessenvertretung relativ gut repräsentiert. Sie stellen 42 Prozent der Beschäftigten in deutschen Betrieben mit Betriebsrat und nehmen 39 Prozent aller Sitze in den BR-Gremien ein. Nach § 5 Wahlordnung zum Betriebsverfassungsgesetz ergibt sich eine vorgegebene Anzahl an Mindestsitzen für das Geschlecht, das in der Belegschaft in der Minderheit ist. 

Die Liste der Veranstaltungsorte entnehmen Sie bitte der PDF in der Anlage.

Weitere Informationen unter

www.frauen.dgb.de/

 


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