Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 075 - 03.07.2017

Mehr öffentliche Beschäftigung in die Regionen!

Die Gewerkschaften fordern den Ausbau der regionalisierten Arbeitsmarktpolitik in Mecklenburg-Vorpommern. „Dazu gehört aber auch ein wichtiger Beitrag der Arbeitgeber: Mehr Tarifverträge in ihren Betrieben. Nur so wird das Land attraktiv, nur so stärkt man den heimischen Arbeitsmarkt“, sagte Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord, beim Arbeitsmarktforum „Regionalspezifische Arbeitsmarktförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ in Stralsund.

„Mit der demografischen Entwicklung geht zwar auch die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt zurück. Sie ist aber regional weiterhin inakzeptabel hoch. Vor allem ist das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit ungelöst – hier sind öffentliche Beschäftigungsangebote und verbesserte Hartz-Leistungen dringend notwendig. Eine Zielgruppe für öffentlich geförderte Beschäftigung sollten Haushalte mit Kindern sein, in denen beide Elternteile erwerbslos sind. Diese Gruppe hat ein extrem hohes Armutsrisiko. Der DGB hat gemeinsam mit der BDA bereits einen konkreten Aktionsplan zur verbesserten Förderung von erwerbslosen Eltern vorgelegt“, so Schlüter.

Der DGB Nord setzt sich seit Jahren erfolgreich für eine Stärkung der regionalisierten Arbeitsmarktpolitik ein und begrüßt deshalb, dass den Regionalbeiräten zusätzliche Mittel für Strukturentwicklungs- und Integrationsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden sollen. Für die Entwicklung nachhaltiger Projekte ist neben der geplanten Arbeitsmarktanalyse vor allem eine enge Abstimmung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern und seinen Förderinstrumenten unverzichtbar. Schlüter: „Gute Arbeit für unser Land: Diese Zielstellung der Koalitionsvereinbarung  zur Steigerung der Tarifbindung sowie zur Schaffung unbefristeter sozialversicherungspflichtiger tarifgebundener Arbeitsplätze ist unser Maßstab, gerade auch für die Wirtschafts- und Arbeitsmarktförderung.“ 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt: Pressestelle

DGB Bezirk Nord
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Tel. 040-2858 206
Tel. 040-2858 207
Fax. 040-2858 230

Günter Beling / copyright Ole Stichling

© Ole Stichling

Günter Beling

 

Kerstin Koch / copyright Peter Bisping

© Peter Bisping

Sekretariat: Kerstin Koch