Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 102 - 13.10.2016

Der Norden braucht die Hafenquerspange als Autobahn

Es geht um Hafenanbindung, Wertschöpfung und viele Arbeitsplätze

Die Gewerkschaften im Norden begrüßen den Einstieg in die konkrete Planung der Hafenquerspange in Hamburg. „Für die Wertschöpfung im Norden, den Hamburger Hafen und auch die Beschäftigten wäre die Hafenquerspange ein großer Fortschritt. Der neue Brückenschlag zwischen A 1 mit der A 7 wird den Verkehr verflüssigen, die Hinterlandanbindung des Hafens verbessern und auch den Pendlern helfen. Wir haben lange dafür gekämpft, dass die Bundesregierung die Mittel dafür in ihren Bundesverkehrswegeplan einstellt. Mir fehlt das Verständnis, wenn jetzt wieder Interessengruppen mit Klagewellen drohen. Der Wohlstand des Nordens entsteht auch aus einer intakten Infrastruktur“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord).

Neben dem Schienenverkehr habe auch der Straßenbau eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung, so der DGB-Vorsitzende: „In den Kernzeiten herrscht viel zu oft Stillstand auf den Straßen im Hafenwirtschaftsgebiet, das ist auch ökologisch nicht sinnvoll. Der Bundesverkehrswegeplan trägt der Bedeutung Hamburgs als Bahnknoten und Drehscheibe für das Seehafenhinterland endlich Rechnung. Das darf jetzt nicht verspielt werden. Dieser Teilabschnitt der Autobahn wird gebraucht.“

Der Hamburger Hafen muss nach Ansicht der Gewerkschaften endlich entlastet werden, die Ostseehäfen und Skandinavien brauchen Anbindung: „Als starker Industrie- und Dienstleistungsstandort benötigt der Norden mehr denn je moderne und leistungsfähige Verkehrswege. Nur so werden die Voraussetzungen geschaffen für den reibungslosen Transport von Produkten zu den Produktionsstätten und die Mobilität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Maßnahmen verbessern zudem den Zugang zu den Beschaffungs- und Absatzmärkten entlang der logistischen Kette“, so Uwe Polkaehn. Auch die Ertüchtigung der Wasserwege und Schienenknoten in Hamburg, Bremen und Hannover seien wichtig für den ganzen Norden. Der Bundesverkehrswegeplan könne auch die täglichen Pendlerströme durch zusätzliche Fahrspuren auf der A 7 südlich des Elbtunnels und der A 23 ab Hamburg-Eidelstedt positiv beeinflussen.


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