Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 50 - 09.05.2017

Rekordhandel stärkt die Häfen im Norden – Labour20-Konferenz der Gewerkschaften

Im März 2017 wurden von Deutschland Waren im Wert von 118,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 92,9 Milliarden Euro importiert. Das ist in beiden Verkehrsrichtungen der jeweils höchste bisher gemeldete Monatswert.

„Das bringt Arbeit in die norddeutschen Unternehmen. Davon werden auch die Häfen des Nordens erheblich profitieren. Aber diese Goldmedaille glänzt nur auf einer Seite: Bei den Beschäftigten kommt vom Wirtschaftsaufschwung noch zu wenig an, auch Löhne und Binnennachfrage müssen dynamischer gesteigert werden. Und die niedrige Importquote zeigt auch, dass wir unsere Partner im Außenhandel hängenlassen und so keinen Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit etwa in Südeuropa leisten. Verkaufen und Einkaufen müssen ins Gleichgewicht, denn der deutschen Wirtschaft wird es auf Dauer nur gutgehen, wenn auch im Süden Europas die Wirtschaft in Schwung kommt“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord. Er erwarte von der Bundesregierung mehr Offenheit gegenüber den Vorschlägen unserer europäischen Partner. Der G20-Gipfel in Hamburg müsse die internationale Koordinierung der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik wiederbeleben. Der Exportüberschuss im März 2017 betrage etwa allein gegenüber den Mitgliedstaaten der Europäischen Union 7 Milliarden Euro.

Im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften aus den 19 größten Industrie- und Schwellenländern sowie der EU zur „Labour20-Konferenz“  am 17. Mai in Berlin, um ihre Forderungen zu diskutieren. Gäste sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.



Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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