Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02 - 03.01.2017

Arbeitsmarkt: Mehr tun gegen digitalen Wildwuchs!

Der Arbeitsmarkt im Norden zeigt sich stabil. Dennoch haben besonders ältere Bewerber, Menschen mit Behinderung oder Alleinerziehende unverändert große Probleme, eine Beschäftigung zu finden. Nach wie vor verharren zu viele Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit, Dauerpraktika oder schlecht entlohnter Arbeit.

„Wir brauchen mehr öffentlich geförderte Beschäftigungsmöglichkeiten im zweiten Arbeitsmarkt, um auch älteren Arbeitslosen mehr Perspektiven zu bieten. Arbeitslose, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, müssen Weiterbildungsmöglichkeiten erhalten, die sie für den ersten Arbeitsmarkt fit machen. Wir fordern, dass es keinen Haushalt mehr gibt, in dem beide Eltern Hartz-IV-Bezieher sind - die Kinder brauchen positive Erfahrungen, die aus öffentlich geförderter Beschäftigung für ihre Eltern entstehen. Und es müssen auch die Risiken für den Arbeitsmarkt minimiert werden, die durch zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der Arbeit entstehen. Der digitale Wildwuchs belastet viele Arbeitnehmer und ihre Jobperspektive. Das hat betriebliche und gesellschaftliche Folgen, um die sich die Arbeitsmarktpolitiker jetzt kümmern müssen. Nur wenn wir entsprechende Regeln haben, kann die Digitalisierung in die richtige Richtung verlaufen, Beschäftigung und Arbeit sicher und humaner machen. Gegen den Abbau von Jobs müssen die Betriebs- und Personalräte mehr Mitbestimmungsrechte erhalten“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord.

Die Beschäftigten müssten sich auch in Zukunft auf gesetzliche Normen, insbesondere bei Arbeitszeitregelungen und Datenschutz verlassen können. Nötig sei es auch, sich den Anforderungen der Digitalisierung entsprechend weiter qualifizieren zu können.


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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