Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 113 - 08.11.2016

Das UKSH braucht eine starke Mitbestimmung

Zum Entwurf für ein „Gesetz zur Neuordnung der Hochschulmedizin“ in Schleswig-Holstein erklärt Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord:

„Universitätskliniken sind mehr als eine Ansammlung von Ärzten. Sie sind moderne Einrichtungen, in denen es auf Teamfähigkeit ankommt. Daher müssen auch die Aufsichtsgremien so gestaltet sein, dass alle Gruppen angemessen beteiligt sind, auch die Beschäftigten. Die mit Abstand größte Gewerkschaft am UKSH ist ver.di, die Verhandlungsführerschaft für den am UKSH geltenden Tarifvertrag TV-L wird ebenfalls durch ver.di wahrgenommen. Es ist daher nur logisch, den Aufsichtsrat des UKSH drittelparitätisch mit Vertretern der Landesregierung, Arbeitnehmervertretern und Sachverständigen zu besetzen und dem DGB die Möglichkeit einzuräumen, ein Aufsichtsratsmitglied vorzuschlagen. Die neuen Strukturen des Klinikums führen zu keinen Änderungen für die Personalräte. Das UKSH bleibt in seiner aktuellen fusionierten Struktur bestehen.  Die Reparatur des Mitbestimmungsgesetzes wird mit diesem Gesetzesentwurf abgeschlossen, die schwarz-gelben Verschlechterungen bei der Mitbestimmung werden endlich zurückgenommen – und das ist auch gut so.“

 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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