Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 13.04.2011

Bessere Verdienst- und Karrierechancen für Mädchen durch den Girls Day

Anlässlich des Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstages am 14. April 2011 betonen die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann (SPD), der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Nord, Ingo Schlüter, und die Geschäftsführerin des Bildungswerks der Wirtschaft M-V e. V., Dr. Ute Thomas, die Bedeutung einer umfassenderen Berufsauswahl sowohl für Frauen als auch für die Unternehmen im Land.

Seemann: „Mädchen und junge Frauen konzentrieren sich bei ihrer Berufswahl häufig auf zu wenige, eher sogenannte frauentypische Berufe. Bei ca. 340 Ausbildungsberufen umfasst die Berufswahl von 75 Prozent aller Frauen nur 25 Berufe. Aber gerade diese Berufe werden meistens schlechter bezahlt und bieten geringere Karrierechancen. Trotz guter Bildungsabschlüsse sind deshalb vor allem Frauen von finanzieller Abhängigkeit sowie Armut oder Altersarmut betroffen. Mit dem Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag wollen wir Schülerinnen auch andere Berufe zeigen, Vorbehalte und Klischees gegenüber diesen Berufen abbauen, das Interesse der Mädchen wecken und ihnen das Selbstvertrauen geben, diese Berufe ausüben zu können.“

Schlüter ergänzt: „Nach 10 Jahren Girls‘ Day mit über 30.000 teilnehmenden Mädchen an 3.200 Veranstaltungen ist das Interesse am Girls‘ Day nach wie vor sehr groß. Diese Erfolgsstory wollen wir fortsetzen und beweisen, Frauen und Technik passen gut zueinander. Niemand kann heute noch auf das Innovationspotential junger Frauen verzichten. Deshalb hat sich der DGB für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung im Fachkräftebündnis Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt."

Thomas: „Der Girls' Day ist für uns in erster Linie ein MädchenZukunftstag. Es geht um attraktive Berufe und beste Entwicklungschancen für unseren weiblichen Nachwuchs. Die Unternehmen im Land sind dabei seit Jahren höchst aktive und interessierte Partner. Sie bereiten mit großem Engagement den Girls' Day vor, um Mädchen für viele Ausbildungsangebote zu interessieren. Vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels bemühen sich die Firmen, immer mehr Mädchen auch für Berufe aufzuschließen, die nicht den traditionellen Frauenberufen zuzuordnen sind. Dazu zählen vor allem technische Berufe. Das Interesse der Schülerinnen und ihrer Eltern, Betriebe in ihrer Region am Girls‘ Day kennenzulernen, ist ungebrochen. Wir gehen auch in diesem Jahr wieder von einem Ansturm vieler Mädchen auf die Veranstaltungs- und Besichtigungsangebote aus."

Staatssekretärin Seemann, der stellvertretende DGB-Nord-Vorsitzende Schlüter und die Geschäftsführerin des Bildungswerks der Wirtschaft M-V, Thomas, weisen darauf hin, dass Mädchen und Jungen unterschiedlicher Unterstützung bei der Berufsorientierung bedürfen. Bei Jungen sei nicht eine eingeschränkte Berufswahl, sondern eine deutlich höhere Abbrecherquote bei der Ausbildung das Problem. Da ein gemeinsamer Berufsorientierungstag diesen unterschiedlichen Bedürfnissen nicht gerecht werden kann, haben sich Landesregierung sowie die Wirtschafts- und Sozialpartner dafür entschieden, zeitlich getrennt vom Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag einen JungsTag MV durchzuführen. Dieser wird in Mecklenburg-Vorpommern erstmals am 5. Oktober 2011 stattfinden und Jungen vor allem hinsichtlich ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Ausbildungsreife unterstützen, ihnen aber auch Berufe im sozialen Bereich näher bringen.


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