Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 32 - 22.03.2018

Konjunktur: Bitte keine Schwarzmalerei

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat heute der deutschen Wirtschaft „magere Jahre“ und einen „konjunkturellen Abstieg“ bis hin zu einem möglichen „Absturz“ vorhergesagt.  „Diese Schwarzmalerei brauchen wir nicht“, sagt Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord: „Deutschland wird seine Wirtschaftskraft erhalten und ausbauen, wenn es mit den Löhnen auch die Kaufkraft steigert und keinem Sparwahn verfällt. Und wer sich Sorgen um die Sozialsysteme im demographischen Wandel macht, der sollte vor allem die zur Kasse bitten, die bisher einen großen Bogen um die Gemeinschaftskassen machen – die Superreichen und Selbständigen.“ Investitionen in Bildung und Infrastruktur seien nötig und wichtig auch für die Konjunktur und eine nachhaltige Leistungskraft.

Seriöse Prognosen sagen für 2018 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent im Jahresdurchschnitt voraus. Auch für 2019 erwarten Konjunkturforscher ein kräftiges Wachstum um 2,2 Prozent. Stärkste Säule des Aufschwungs bleibt demnach der private Konsum, doch auch Investitionen und Außenhandel entwickeln sich kräftig.

 Das Wachstum heute sei deutlich besser ausbalanciert als vor der Finanzkrise, so der DGB Nord. „Wer keine Handelsschranken errichtet, sondern durch eine Kombination aus soliden Lohnerhöhungen und stärkeren öffentlichen Investitionen die Kaufkraft und Wachstumskräfte stärkt,  schafft die Basis für eine solide Entwicklung in Deutschland. Die paritätische Finanzierung der Sozialsysteme und mehr Beitragszahler in den gesetzlichen Systemen machen die Renten- und Krankenversicherung zukunftsfest. Und weil die Produktivität auch durch Digitalisierung rasant steigt, muß durch moderne Arbeitszeiten und faire Bezahlung dafür gesorgt werden, dass es gute Arbeit für alle gibt“, so der DGB-Vorsitzende.


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