Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 36/2018 - 04.04.2018
Was hilft? Mehr Qualität und mehr Geld!

Jeder vierte Auszubildende sucht sich eine neue Stelle

Die Lösungsquote in der Berufsausbildung hat den höchsten Stand seit 25 Jahren erreicht. Mehr als jeder vierte Auszubildende verabschiede sich aus einem bestehenden Ausbildungsvertrag, heißt es laut Medienberichten im Entwurf für den Berufsbildungsbericht 2018. Extrem hoch sei die Quote bei Sicherheitsfachkräften, Köchen und Friseuren.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, erklärt dazu:

„Viele Betriebe sind nicht ausbildungsfähig: Auf diesen gefährlichen Trend weisen die Gewerkschaften regelmäßig hin. Wer seinen Ausbildungsvertrag vorzeitig auflöst, setzt sich nicht auf die Parkbank – er oder sie hat in der Regel etwas Besseres gefunden. Die Unternehmen stehen im Wettbewerb, sie müssen mehr tun, um ihre Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Unsere Ausbildungsreporte benennen die Problembranchen klar: Mit Niedriglohn und unbezahlten Überstunden hält man keine Fachkräfte. In den Problembranchen des Nordens, im Tourismus- und Dienstleistungssektor muss dringend etwas passieren, um der Abwanderung von Auszubildenden und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Hier sind vor allem die Arbeitgeber, Kammern, aber auch die Landesregierungen gefordert. So muss auch die Kontrolldichte in den Betrieben erhöht werden, um die massiven und anhaltenden Missstände im Gastgewerbe und Tourismus abzustellen. Und wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie die geplante Mindestvergütung für Azubis schnell einführt.“

 

 

Siehe auch die Ausbildungsreporte der DGB Jugend unter:

Ausbildungsreport 2017 für Schleswig-Holstein

Ausbildungsreport 2014 für Mecklenburg-Vorpommern

Ausbildungsreport 2016 für Hamburg

Ausbildungsreport 2017 Bund

 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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