Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 25 - 14.03.2018

Beratungsstelle Arbeitnehmerfreizügigkeit wird weiter gefördert

Übergabe des Förderbescheides

Unterwegs für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen: Die Beratungsstelle Arbeitnehmerfreizügigkeit informiert ausländische Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen über ihre Rechte auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Schwerpunkt sind Beratungen in rumänischer, bulgarischer und polnischer Sprache. Im vergangenen Jahr hat das Team der Beratungsstelle bereits 766 Beratungen durchgeführt. Diese Arbeit kann jetzt mit der heutigen Übergabe des Förderbescheides fortgesetzt werden.

Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus: "Zur Integration in den Arbeitsmarkt gehört auch das nötige Wissen über Rechte und Pflichten. Die Beratungsstelle Arbeitnehmerfreizügigkeit mit ihrem Ansatz der mobilen Beratung bringt dieses Wissen dorthin, wo es benötigt wird. Faire Arbeitsbedingungen tragen dazu bei, die Wirtschaftskraft des Landes nachhaltig zu stärken."

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord: "Vom Reinigungs- und Gastgewerbe über die Schlachthöfe und Werften bis zur Baubranche, den Erntehelfern und der häuslichen Pflege: Wir finden immer wieder Arbeitgeber, die unanständige Gewinne auf dem Rücken von Arbeitnehmern machen, die ihre Rechte nicht kennen. Die Beratungsstelle füllt mit Rat und Tat eine wichtige Lücke auf dem Arbeitsmarkt. Bundes- und Landesregierung müssen am Ball bleiben, denn Ausbeutung und sittenwidrige Löhne sind kein Kavaliersdelikt, sondern müssen noch engagierter bekämpft werden."

„Viele Menschen aus den osteuropäischen Ländern kommen nach Schleswig-Holstein, um hier zum Beispiel im Bau- oder Gaststättengewerbe zu arbeiten, sind aber mit den hiesigen Arbeitsbedingungen nicht vertraut. Die Folge sind Arbeitsausbeutung und Lohndumping“, berichtet Lena Thombansen, Leiterin der Beratungsstelle.

Im vergangenen Jahr hat das Team der Beratungsstelle bereits 766 Beratungen durchgeführt. „Die Tendenz ist steigend“, betont Lena Thombansen. Dabei geht es um die Themen Kündigungsschutz, Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlungen bei Krankheit, Arbeitnehmerüberlassung und Arbeitnehmerentsendung.

Vielen Ratsuchenden kann geholfen werden. „Manchmal genügt es schon, wenn wir uns als Beratungsstelle an die Arbeitgeber wenden. Bei härteren Fällen arbeiten wir mit den Gewerkschaften zusammen oder setzen Rechtsanwälte ein“, so Lena Thombansen.

Das besondere Konzept: Die Beratungen finden nicht nur in den Räumen in der Legienstraße 22 in Kiel statt, sondern überall im Land. Mit einem Kleinbus, der als mobiles Beratungsbüro genutzt werden kann,  ist das Beratungsteam in ganz Schleswig-Holstein unterwegs und bietet Unterstützung vor Ort. „Damit erreichen wir Betroffene, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse oder finanzieller Schwierigkeiten nicht nach Kiel zur Beratungsstelle kommen können, direkt in ihren Unterkünften und Communities“, berichtet Lena Thombansen.

Horst Hopmann, Geschäftsführer Arbeit und Leben Schleswig-Holstein: „Wir freuen uns sehr, dass das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus unsere Beratungsarbeit schätzt und sie weiterhin fördert. Damit kann vielen Menschen in prekären Arbeitssituationen in ganz Schleswig-Holstein geholfen werden.“

Weitere Informationen im Internet:

www.arbeitundleben-sh.de/arbeitnehmerfreizuegigkeit

 


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt: Pressestelle

DGB Bezirk Nord
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Tel. 040-60 77 66 1 - 22
Tel. 040-60 77 66 1 - 23
Fax. 040-60 77 66 1 - 41

Günter Beling / copyright Ole Stichling

© Ole Stichling

Günter Beling

 

Kerstin Koch / copyright Peter Bisping

© Peter Bisping

Sekretariat: Kerstin Koch