Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 61 - 31.05.2017

DGB-Kampagne „Rente muss reichen“: Pendleraktion im Norden erfolgreich

Kaffee, Tee und Müsli-Riegel: Heute bekamen die Pendler frühmorgens an vielen Bahnhöfen im Norden nicht nur Nahrhaftes, sondern auch konkrete Vorschläge, wie ihre Rente wieder sicher wird. Die Gewerkschaften setzten ihre Kampagne für eine starke gesetzliche Alterssicherung mit einem bundesweiten Aktionstag fort. Motto: „Rente muss reichen!“

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, verteilte am Lübecker Hauptbahnhof Infopakete und führte Gespräche: „Der Aktionstag war ein weiterer erfolgreicher Baustein unserer Kampagne. Ein leistungsfähiges Sozialsystem ist der Kitt unserer Gesellschaft. Im Wahljahr haben wir die Chance, viel zu bewegen. Wir machen gemeinsam Druck, in Berlin und hier vor Ort, um unsere Ziele zu erreichen:

1.      Rentensinkflug stoppen!

2.      Das Rentenniveau auf dem heutigen Stand von 48 Prozent stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent!

3.      Die betriebliche Altersvorsorge stärken – mit Tarifvertrag und vom Arbeitgeber mitfinanziert!

4.      Den Schutz der Rentenversicherung auf die Selbstständigen ausweiten und Erwerbsminderungsrenten verbessern!

5.      Gute Arbeit und gesicherte Übergänge in die Rente!

Und die Arbeitgeber müssen endlich auch wieder ihre vollen 50 Prozent in die Krankenversicherung einzahlen, so wie es sich gehört. Wir brauchen wieder starke solidarische Sozialversicherungssysteme, denn private Modelle vom Kapitalmarkt sind für viele unbezahlbar und wegen der Finanzkrisen ein ständiges Risiko. Wir erwarten auch von allen Abgeordneten und Regierungen des Nordens, dass sie sich dafür stark machen.“

Der DGB Nord suchte zum Pendleraktionstag ab etwa 6 Uhr an vielen Bahnhöfen und Plätzen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern das Gespräch mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, u.a. in Kiel, Neumünster, Eckernförde, Flensburg (Südermarkt), Lübeck, Bad Oldesloe, Neustadt i.H., Oldenburg i.H., Hamburg-Barmbek, Hamburg-Eidelstedt, Hamburg-Bergedorf, Schwerin, Rostock, Güstrow, Neubrandenburg, Stralsund und Greifswald. Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord, war am Schweriner Hauptbahnhof dabei. Bundesweit wurden Pendlerinnen und Pendler an mehr als 300 Orten erreicht.

 

Hintergrund:

Ohne Kurswechsel droht den abhängig Beschäftigten der soziale Abstieg im Alter: Wenn das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045) sinkt, müssten alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten - bei einem Lohn von 2500 Euro wären es zum Beispiel 42 statt 37 Jahre. Selbst dann läge die Rente nur auf der Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt auf etwa 50 Prozent anheben.

Mehr Informationen unter: www.rente-muss-reichen.de

 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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