Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 127/2017 - 25.11.2017
„Unser Kurs heißt Solidarität“

Uwe Polkaehn bleibt Vorsitzender des DGB Nord

Bezirkskonferenz in Lübeck

Uwe Polkaehn behält den Vorsitz des DGB Nord, Ingo Schlüter bleibt sein Stellvertreter: 97,8 Prozent der Delegierten der DGB-Bezirkskonferenz in Lübeck stimmten für den alten und neuen Vorsitzenden, 98,9 Prozent votierten danach für den alten und neuen Stellvertreter. Die Delegierten der Gewerkschaften treffen heute noch bis zum Abend im Rahmen der 6. Ordentlichen Bezirkskonferenz des DGB Nord in den „media docks“ wichtige Personal- und Sachentscheidungen.

„Arbeit der Zukunft. Sicher. Fair. Mitbestimmt.“ So lautet das Motto der Konferenz der Dachorganisation der Gewerkschaften in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sichere Beschäftigung und faire Löhne durch mehr Tarifverträge, Humanisierung der digitalen Arbeitswelten, Nein zu Antgstmacherei und Spaltung der Gesellschaft, Bewertung der Jamaika-Koalition: Diese und weitere Themen werden im Zentrum der Beratungen stehen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann sprachen zu den Anwesenden.

Im Mittelpunkt der Bezirkskonferenz steht die Positionierung des DGB Nord für die kommenden vier Jahre sowie die Wahlen für die Spitze des DGB Nord und der DGB Regionen Schleswig-Holstein Nordwest, Schleswig-Holstein Südost, Kiel Region, Rostock-Schwerin, Vorpommern, Ost-Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Den Delegierten der Einzelgewerkschaften liegen u.a. Anträge zur „Guten Arbeit im Norden“, zum handlungsfähigen Staat, zur sozialen Sicherheit, zur Bildung und Berufsbildung sowie weiteren gesellschafts- und gewerkschaftspolitischen Fragen vor.

Der DGB sei als „Organisation der Arbeit“ erfolgreich, sagte Polkaehn in seiner Rede: „Wir konnten Chancen nutzen, die sich uns in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern geboten haben. Das zeigen auch die jüngsten Tarifabschlüsse mit einer Lohnkurve nach oben, das zeigen die erfolgreichen Personal- und Betriebsratswahlen, das zeigen gelungene Aktionen und Kampagnen, das zeigt auch so manche Vereinbarung mit Landesregierungen. Uns wurde nichts geschenkt – wir haben hart gearbeitet, gesät, und wir können ernten. Kraft entsteht nur aus Mitgliedern.“ Immer mehr Menschen fühlten sich aber nicht mitgenommen von der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Deutschland, Globalisierung und Digitalisierung würden vielfach als Bedrohung empfunden. Darauf müsse die Gesellschaft solidarische Antworten geben: „Unser Kurs heißt Solidarität, gerade auch bei Gegenwind.“ Ingo Schlüter sagte u.a., die AfD rücke immer weiter nach rechts: „Wer aber hier keine klaren Grenzen zieht, haftet für die Taten, die aus den Worten folgen. Wer offen rassistisch, nationalistisch, arbeitnehmer- und gewerkschaftsfeindlich ist und dazu gleichstellungspolitisch ein Neandertaler, der ist kein Gesprächspartner für uns. Da hilft nur klare Kante.“


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt: Pressestelle

DGB Bezirk Nord
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Tel. 040-2858 206
Tel. 040-2858 207
Fax. 040-2858 230

Günter Beling / copyright Ole Stichling

© Ole Stichling

Günter Beling

 

Kerstin Koch / copyright Peter Bisping

© Peter Bisping

Sekretariat: Kerstin Koch