Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 07.06.2011

DGB-Jugend Nord zur Ausbildungslage in Mecklenburg-Vorpommern

1. Ausbildungsstellen:

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern legte in den aktuellen Veröffentlichungen der Bundesagentur für Arbeit deutlich (+11,7%!) von 9.355 auf 10.448 Ausbildungsstellen zu und erreichte damit erstmal seit Jahren wieder annähernd das Niveau des Jahres 2001/2002. Dabei ist der Anstieg fast allein der Zunahme von betrieblichen Ausbildungsplätzen von 8.848 auf 9.964 Stellen geschuldet.

2. BewerberInnen

Die Zahl der anerkannten BewerberInnen sanken demografisch bedingt um 538 auf 7.077. Damit verringerte sich im fünften Jahr infolge die Zahl der von der Arbeitsagentur anerkannten BewerberInnen.

Nach wie vor macht der Anteil der sog. "AltbewerberInnen" (Schulabgang in 2010 oder früher) etwas über 50% aus, so dass davon auszugehen ist, dass die Zahl der tatsächlich ausbildungssuchenden Jugendlichen höher liegt. Über 10.400 Jugendliche verlassen in diesem Jahr die allgemeinbildenden Schulen. Nach Expertenmeinungen wollen von diesen ca. 50% sofort eine duale Ausbildung beginnen (=5.200 Jugendliche). Zählt man die "AltbewerberInnen" aus der BA-Statistik hinzu (=3.617 Jugendliche) dürfte die Zahl der tatsächlich ausbildungssuchenden Jugendlichen bei ca. 8.800 liegen.

3. Fazit:

In der Statistik der Bundesagentur übertrifft das Angebot an Ausbildungsplätzen in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile deutlich die Zahl der anerkannten BewerberInnen.  Bezieht man aber die Jugendlichen ein, die sich nicht bei der Arbeitsagentur melden bzw. nicht von diesen anerkannt wird zu verschiebt sich das Verhältnis leicht. Ca. 8.800 suchenden Jugendlichen stehen momentan knapp 10.500 gemeldete Ausbildungsplätze zur Verfügung. Damit sollten ausbildungssuchende Jugendliche eine gewisse Auswahl haben, die sie nutzen sollten. Insbesondere in mitbestimmten Betrieben finden sie lt. Ausbildungsreport der DGB-Jugend gute Ausbildungsbedingungen vor. Auch mögliche Übernahmechancen nach der Ausbildung sollten Jugendliche in ihre Entscheidung für einen bestimmten Ausbildungsbetrieb einbeziehen.

Heiko Gröpler

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