Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 26.08.2008

Niedriglöhne sind die Pest unserer Gesellschaft - DGB Nord-Chef fordert gesetzlichen Mindestlohn

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Der DGB Nord-Vorsitzende Peter Deutschland hat die unverzügliche Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes gefordert. Nur dadurch sei der grassierende Niedriglohnsektor in Deutschland aufzuhalten. Er bezog sich auf eine neue Untersuchung des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen, die einen dringenden Handlungsbedarf zeige.

Deutschland: „Die Studie belegt, dass sich der Niedriglohnsektor in den letzten Jahren nicht nur massenhaft ausgebreitet hat, sondern gleichzeitig die Löhne in diesem Bereich auch kontinuierlich weiter gesunken sind. Niedriglöhne sind die Pest unserer Gesellschaft, und die Politik kann sich nicht dazu entschließen, etwas dagegen zu tun. Das ist unverantwortlich.“

Deutschland erinnerte daran, dass nach Berechnungen des DGB Nord in Hamburg 67.000 Arbeitnehmer einen Bruttolohn von bis zu 7,50 Euro pro Stunde erhielten, in Schleswig-Holstein liege diese Zahl bei 93.000, in Mecklenburg-Vorpommern bei über 136.000. Oft liege der Stundenlohn sogar weit darunter.

Insgesamt schätze der DGB, dass allein in den drei norddeutschen Bundesländern mindestens 200 Millionen Euro jährlich ausgegeben würden, um Niedriglohnempfänger zu unterstützen. Erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Empfänger konzentrierten sich vor allem in der Leiharbeitsbranche, wo mittlerweile jeder 8. Beschäftigte auf Hartz IV angewiesen sei. Ebenfalls stark betroffen seien auch das Gastgewerbe sowie das Reinigungs- und das Verkehrsgewerbe.

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