Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 103 - 09.12.2015

Hochschulen: Der Standard heißt „Gute Arbeit“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) begrüßt die geplanten Änderungen am schleswig-holsteinischen Hochschulgesetz.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord: „Viele Akteure innerhalb und außerhalb der Hochschulen haben gemeinsam mit den Gewerkschaften eine weitere Demokratisierung der Hochschulen durch eine Stärkung der Hochschulselbstverwaltung zu Lasten der externen Hochschulräte gefordert. Dies wird nun mit den Änderungsanträgen der Regierungskoalition umgesetzt. Das neue Hochschulgesetz setzt klare Standards für die Beschäftigung künstlerischer und wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,  die Hochschulen geben sich mit den Regelungen zu Beschäftigungsbedingungen einen Verhaltenskodex „Gute Arbeit“. Über diesen Verhaltenskodex wird künftig ein erweiterter Hochschulsenat beschließen, der eine stärkere Beteiligung der Vertreter der betroffenen Beschäftigten ermöglicht. Sowohl die Vorsitzenden der Personalräte als auch die Vertrauensleute der Schwerbehinderten können mit Antrags- und Rederecht an den Sitzungen des Senates und des erweiterten Senates teilnehmen. Nun sollte die Reform zügig realisiert werden: Alle Anliegen und Argumente liegen transparent auf dem Tisch und konnten im Anhörungsverfahren eingebracht werden. Das Personal braucht faire Arbeitsbedingungen - schließlich sind es die Hochschulbeschäftigten, die durch hochwertige Forschung und Lehre die Zukunftsfähigkeit unseres Bundeslandes sichern sollen.“


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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