Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 098 - 30.11.2015

Statt Olympia: Bündnis der Vernunft für Infrastruktur im Norden

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) hat nach der gescheiterten Olympia-Bewerbung Hamburgs ein Bündnis der Vernunft von Politik und Wirtschaft für Wohnungsbau und Infrastruktur gefordert.

Das Bürgervotum dürfe nicht missverstanden werden als Absage an eine soziale und ökonomische Entwicklung der Metropolregion und Bundesländer des Nordens, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, nach den Olympia-Abstimmungen in Hamburg und Kiel: „Die Bürgerinnen und Bürger haben Klarheit geschaffen. Auch wenn vielen das Ergebnis des Hamburger Referendums nicht passt: Es war eine Sternstunde der Demokratie, auf die die verantwortlichen Politiker mit der sofortigen Beendigung der Bewerbung richtig reagiert haben. Nun müssen sich Politik und Wirtschaft im Norden den aktuellen und andauernden Problemen zuwenden. In Wohnungsbau, Verkehr, Hafen und Infrastruktur kann und muss auch ohne Olympia dringend investiert werden."

Katja Karger, Vorsitzende des DGB Hamburg, erklärte zum Ausgang des Olympia-Referendums in Hamburg: „Das Nein zu den olympischen Spielen darf kein Nein zu nachhaltiger Stadtentwicklung sein. Jetzt die Köpfe hängen lassen gilt nicht. Nutzen wir die bisher entwickelten Ideen und machen wir unsere Stadt ein Stück weit lebenswerter für alle – auch ohne ein Großereignis wie Olympia: Sozial, fair und nachhaltig."


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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