Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 49 - 28.05.2014

Ausbildungsstellen: Arbeitgeber müssen sich mehr anstrengen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) stellt mit Blick auf die heutigen Zahlen der Arbeitsagentur einen gespaltenen Ausbildungsstellenmarkt in Schleswig-Holstein fest – insbesondere für leistungsschwächere Schulabgänger fehlen ausreichende Angebote. Auf 100 Ausbildungsinteressierte kommen im Norden nur 68 offene Ausbildungsplätze.

Einige Fakten:

  • Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen steigt um 4,1 Prozent von 15.186 auf 15.816 im Vergleich zum Vorjahr.
  • Die gemeldeten Bewerber steigen noch deutlicher um 5,9 Prozent auf 16.106  - das ist der höchste Stand seit 2001.
  • Die Zahl der „unversorgten Bewerber“ war mit 8.567 seit 2006 im Mai nicht mehr so hoch.
  • Zählt man die in der Statistik versteckten weiteren ausbildungsinteressierten Jugendlichen hinzu, so kommen auf die derzeit noch unvermittelten 12.181 Ausbildungsinteressierten 8.278 unbesetzte Stellen. Oder: Auf 100 Ausbildungsinteressierte im Norden kommen 68 offene Ausbildungsplätze.

 Der DGB Nord erwartet von den Unternehmen in Schleswig-Holstein die nötige Qualität und Quantität, um allen jungen Menschen einen guten Ausbildungsplatz und eine sichere Berufsperspektive zu bieten. „Statt einer Bestenauslese müssen die Firmen jedem Schulabgänger ein individuelles Angebot machen und alle Talente nutzen. Nur so kann dem Fachkräftemangel begegnet werden“, sagt Jeanine Weigel, Bezirksjugendsekretärin des DGB Nord. Die Arbeitgeber seien dringend gefordert, den Ausbildungsmarkt nicht länger schön zu rechnen, sondern endlich ihre Angebote zu modernisieren und eine wirklich attraktive Ausbildung anzubieten: „Das fängt bei den Vergütungen und Arbeitszeiten an und hört bei einer Übernahmegarantie noch lange nicht auf.“

Weitere Informationen im Internet unter www.nord.dgb.de 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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