Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 61/2018 - 11.07.2018

3 Prozent mehr: Landesregierung plant Tarifsteigerungen ein

Ministerpräsident und Finanzministerin haben gegenüber dem DGB Nord erklärt, das Tarifergebnis des öffentlichen Dienstes auch auf die Beamtinnen und Beamten übernehmen zu wollen. Mittlerweile hat die Finanzministerin erklärt, für die Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst eine Steigerung von 3 Prozent für die nächsten drei Jahre im Haushalt einplanen zu wollen. Zum Weihnachtsgeld vermied die Ministerin eine Festlegung.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, erklärt dazu:

"Die Berücksichtigung möglicher Tarifsteigerungen schafft Planungssicherheit im Haushalt - ein Selbstgänger ist die avisierte Erhöhung aber nicht. Denn letztlich entscheidet sich die Höhe der Löhne und Besoldung in den konkreten Tarifkämpfen. Die Planungszahl der Landesregierung darf nicht zur Beruhigungspille werden, sondern sie muss Ansporn für alle Beschäftigten sein, einen möglichst hohen Abschluss durchzusetzen, damit der öffentliche Dienst nicht von der positiven allgemeinen Lohnentwicklung abgehängt wird. Unverändert bleibt unsere Erwartung an die Landesregierung, den öffentlichen Dienst attraktiver zu machen, die Sonderzahlung zu Weihnachten wiederherzustellen und alle Tarifergebnisse zeit- und wirkungsgleich auf die Besoldung und Versorgung der Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Das Land Schleswig-Holstein darf bei der Besoldung im Ländervergleich nicht weiter zurückfallen, wenn es attraktiv für Fachkräfte sein möchte."

Weitere Fakten finden Sie im DGB-Besoldungsreport 2018: http://www.dgb.de/themen/++co++4ae04318-43c4-11e8-9fd2-52540088cada

 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen mehr als 400.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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