Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 13.02.2010

PM 1110: Uwe Polkaehn zum neuen DGB Bezirksvorsitzenden Nord gewählt

Mit 88 Ja-Stimmen von 93 abgegebenen Stimmen wurde Uwe Polkaehn am 13. Februar 2010 in Lübeck zum neuen Vorsitzenden des DGB Bezirk Nord gewählt. Der 54 Jährige, der in den letzten sechs Jahren an der Spitze der DGB Region Schleswig-Holstein Südost stand, wurde damit Nachfolger von Peter Deutschland, der wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder kandidierte.

Der neue DGB Bezirksvorsitzende sprach sich in der Konferenz dafür aus, eine stärkere Kooperation im Norden anzustreben. Der Norden sei ein gemeinsamer Wirtschaftsraum und Arbeitsmarkt und Industriepolitik ende nicht an Landesgrenzen. "Zukunft für den Norden heißt, Kooperation statt Konkurrenz, Einheit in der Vielfalt, Stärken entdecken und Kräfte bündeln", so Polkaehn.

In seiner programmatischen Erklärung betonte Polkaehn, dass der DGB "Anwalt für gute Arbeit und für eine soziale und gerechte Gesellschaft" sei. Er kritisierte die starke Ausweitung des Niedriglohnsektors und dass fast eine halbe Milliarde Euros an Steuergelder aufgebracht werden müssten, um Niedriglöhne zu subventionieren.

Der neue DGB Nord-Chef betonte, dass der öffentliche Dienst für Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sorgen müsse. Dies sei insbesondere in Gefahr, wenn die kommunalen Haushalte durch steigende Sozialausgaben und sinkende Steuereinnahmen zerrieben werden. "Wir brauchen einen Marschall-Plan für die Kommunen und ihre Einnahmen müssen gesichert werden".

Zur Schärfung des Profils des DGB sagte Polkaehn, dass der "DGB und die Gewerkschaften die Experten zum Thema Arbeit sind und der DGB der Kristallisationspunkt für soziale Gerechtigkeit ist". Er bot allen drei Landesregierungen konstruktive Gespräche an, aber "ohne Gegenleistung wird es auch vom DGB keine Schönwetter-Termine geben".

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Bezirkskonferenz Ingo Schlüter (50), der die Funktion seit 1999 ausübt, mit 78 Ja-Stimmen von 91 abgegebenen Stimmen wieder.

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Thomas Ritter 

 

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