Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 112 - 04.12.2012

OECD-Studie: Barrieren für Einwanderer-Kinder abbauen

Bildung, Arbeit, Gesundheit, Wohnen, Einkommen, Gleichstellung: Die  Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat erstmals den Stand der Integration in den 30 wichtigsten Industrieländern verglichen. Demnach hat Deutschland bei der Integration von Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren aufgeholt. Im öffentlichen Dienst, vom Bildungs- und Gesundheitssektor bis zur Verwaltung, wird aber die Chance immer noch zu selten genutzt, in Deutschland geborene Einwanderer-Kinder anzustellen: Sie werden dort nur halb so häufig beschäftigt wie die Kinder von in Deutschland geborenen Eltern. Großbritannien, Frankreich und Norwegen haben hier bessere Ergebnisse vorzuweisen.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), erklärt dazu:

„Auch Einwanderer machen die deutsche Wirtschaft stark und zukunftsfähig. Gerade erst hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes darauf hingewiesen, dass die meisten Negativerfahrungen auf dem Arbeitsmarkt sowie in Ämtern und Behörden gemacht werden. Eine effektive Antidiskriminierungsarbeit bleibt notwendig und ist auch ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel.

Unternehmen wie Verwaltungen müssen in ihrer Kompetenz im Umgang mit ethnischer Vielfalt geschult werden, auf dem Arbeitsmarkt wie im Bildungswesen müssen die Zugänge der Betroffenen verbessert werden. Arbeitgeber sollten daher bei der Personalsuche auch vermehrt anonymisierte Verfahren nutzen. Personen mit einem ausländisch klingenden Namen müssen bei gleichen Qualifikationen gleiche Chancen auf einen Arbeitsplatz bekommen. Die Landesregierungen des Nordens sollten dabei mit gutem Beispiel vorangehen.“

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 


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Thomas Ritter 

 

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