Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 10.01.2001

DGB Nord: Schweriner Arbeitsministerium muss ABM-Entscheidung zurücknehmen

"Die Lage spitzt sich zu, diesen Überraschungscoup der Landesregierung können wir auf keinen Fall hinnehmen." Mit diesen Worten kommentierte der stellvertretende DGB-Nord-Vorsitzende Ingo Schlüter die Entscheidung des Schweriner Arbeitsministeriums, die 5prozentige Beteiligung des Landes an der Sachmittelausstattung von ABM-Stellen zu streichen. Viele ABM-Stellen vor allem im sozialen Bereich seien dadurch gefährdet, so Schlüter. Er erinnerte daran, dass auch der Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Jagoda, in einem Interview mit der Zeitschrift Focus vor wenigen Wochen ABM-Stellen als dringend notwendig bezeichnet habe. Das Schweriner Arbeitsministerium müsse seine Entscheidung umgehend zurücknehmen.

"Wenn ABM-Stellen mangels Finanzierung wegfallen, bleibt in vielen Fällen als Alternative nur die Langzeitarbeitslosigkeit. Angesichts der jüngsten Arbeitsmarktzahlen wäre eine solche Politik zynisch", so Schlüter. Zwar unterstützten die Gewerkschaften eine stärker unternehmensbezogene Arbeitsmarktpolitik. Voraussetzung dafür aber sei, dass die Unternehmen diese auch stärker in Anspruch nehmen. Dies aber werde nur mittelfristig funktionieren. "Solange das nicht der Fall ist, brauchen wir ABM-Maßnahmen, um Menschen in Beschäftigung zu halten", so der stellvertretende DGB-Nord-Vorsitzende.

Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt: Pressestelle

DGB Bezirk Nord
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Tel. 040-60 77 66 1 - 23
Tel. 040-60 77 66 1 - 18
Fax. 040-60 77 66 1 - 41

Thomas Ritter 

 

Sekretariat: Astrid Lau 

DGB Nord
Lohnspiegel
lohnspiegel.de