Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 10.08.2005

Arbeitgeber sollen sich auch um schwächere Jugendliche kümmern - Quas Plus muss auf Mecklenburg-Vorpommern ausgeweitet werden

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Vor dem Hintergrund des Streits um die Ausbildungsplatzbewerberzahlen im Land fordert der stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Ingo Schlüter die Arbeitgeber auf, sich verstärkt um schwächere Bewerber zu kümmern. Schlüter beschrieb einen Teufelskreis, in dem sich viele Jugendliche befänden. Wenn auf 100 Bewerber nur knapp 40 Ausbildungsstellen kämen, so führe das bei vielen Jugendlichen dazu, dass sie ihre Anstrengungen in der Schule bzw. im Bewerbungsverfahren aufgeben würden. Die Zahlen sprächen eine geradezu erdrückende Sprache. Schlüter: ?So standen im vergangenen Jahr den knapp 26.000 Ausbildungsplatzsuchenden nur knapp 10.000 betriebliche Angebote gegenüber. Über 6700 Jugendliche befanden sich in außerbetrieblichen Maßnahmen, weitere etliche Tausend in Berufsvorbereitungsmaßnahmen. Wer soll da nicht den Mut verlieren?? Das von den Kammern und der Regionalagentur Nord gepflegte Zerrbild von Heerscharen ausbildungsunreifer Jugendlicher, die die Ausbildungsbetriebe heimsuchten, ließe sich, so Schlüter, angesichts dieser Zahlen nicht aufrechterhalten.

Schlüter: ?Die Jugendlichen brauchen endlich wieder echte Perspektiven, hier sind die Arbeitgeber eindeutig in der Pflicht und dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Sie müssen echte betriebliche Ausbildungsstellen und Plätze für eine Berufsvorbereitung im Betrieb bereitstellen.? Schlüter verwies auf das in Hamburg praktizierte QUAS Plus-Modell, das seit Jahren mit seiner Mischung aus betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung erfolgreich praktiziert werde. Schlüter: ?Quas Plus muss Thema im Rahmen des Landesbündnisses für Ausbildung sein und auch in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden.

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