Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02 - 14.01.2022

Arbeitsmarkt-Ausblick Schleswig-Holstein

Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen, Fachkräftemangel beseitigen

Zum aktuellen Arbeitsmarkt-Ausblick der Regionaldirektion Nord für Schleswig-Holstein sagte Laura Pooth, Vorsitzende DGB Nord: 

„Trotz des verhalten optimistischen Ausblicks muss das Land dringend arbeitsmarktpolitische Impulse setzen. Die Menschen suchen Gute Arbeit mit Zukunft. Wenn es zukünftig mehr gute Tarifverträge mit abgesicherten Löhnen und Arbeitsbedingungen sowie eine verstärkte Aus- und Weiterbildung gibt, lässt sich auch der Fachkräftemangel beheben. Die in Schleswig-Holstein stark ausgeprägten Billiglohnstrukturen tragen zu einer guten Zukunft für alle jedenfalls weniger bei . Knapp 130.000 Menschen arbeiten im Land für einen Niedriglohn, besonders viele im Gastgewerbe.  

Hier schlummern echte Potenziale für Wirtschaftsentwicklung, Wohlstand und Dekarbonisierung. Wenn man diesen Menschen Entwicklungschancen und Qualifikationsangebote bietet, um in nachgefragten Berufen Fuß zu fassen, schafft man eine weitere Voraussetzung für die Entwicklung einer klimaneutralen Industriegesellschaft, nämlich qualifizierte Fachkräfte.

Da liegt auch der Hebel, einen anderen besorgniserregenden Trend wieder umzukehren:

Die vielen Menschen, die unverschuldet in die Langzeitarbeitslosigkeit gefallen sind, benötigen jetzt gezielte Unterstützung und passgenaue Weiterbildungsangebote. Dazu müssen dringend die Weiterbildungsbudgets der Jobcenter erhöht werden.“ 

Pooth warnte in diesem Zusammenhang auch vor einer Verschärfung der Armut im Land: 

„Die Preise steigen aktuell sieben Mal stärker als die Hartz-IV-Regelsätze. Deshalb muss die neue Bundesregierung schnell handeln und eine Soforthilfe von 100 € sowie zügig eine bedarfsgerechte Neuberechnung der Regelsätze auf den Weg bringen.“


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Laura Pooth

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