Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 21 - 01.05.2024

25.250 Menschen am Tag der Arbeit im Norden dabei

Mehr Lohn, Freizeit, Sicherheit gibt’s nur mit starken Tarifverträgen!

„Mehr Lohn, Freizeit, Sicherheit“ – unter diesem Motto hat der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften zum 1. Mai 2024 zu Demonstrationen, Kundgebungen und Veranstaltungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen. 25.250 Menschen (Hamburg: 8.000; Schleswig-Holstein: 7.700; Mecklenburg-Vorpommern: 9.550;) sind im Bezirk Nord dem Aufruf gefolgt. Im letzten Jahr waren es rund 22.000 Menschen. 

„Mehr Lohn, Freizeit und Sicherheit gibt’s nur mit starken Tarifverträgen“, betonte Laura Pooth, Vorsitzende des DGB Nord, beim Maifest in Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern: „Leider stehlen sich immer mehr Arbeitgeber aus der sozialen Verantwortung, immer mehr Arbeitgeber steigen aus der Tarifbindung aus. Das ist ein bundesweites Problem, aber in Mecklenburg-Vorpommern besonders extrem.“ 

Nach neuesten Zahlen belegt Mecklenburg-Vorpommern bei der Tarifbindung den letzten Platz: Nur 40 Prozent der Beschäftigten sind durch Tarifverträge geschützt. In den anderen Nord-Ländern sieht es nicht viel besser aus: in Schleswig-Holstein sind lediglich 44 Prozent der Beschäftigten durch einen Tarifvertrag geschützt, in Hamburg 46 Prozent. 

An die Arbeitgeber gerichtet sagte Pooth: „Kommt wieder an den Verhandlungstisch. Eure Tarifflucht untergräbt die Sozialpartnerschaft und damit unser Wirtschaftssystem. Statt über Einschränkungen des Streikrechts zu fabulieren, müssen Mitgliedschaften in Arbeitgeberverbänden „ohne Tarif“ abgeschafft werden“.

Im Europawahljahr 2024 prägen europäische Themen den 1. Mai.  „Lasst uns alle gemeinsam dafür sorgen, dass wir eine gute Wahlbeteiligung hinkriegen und diejenigen an die Urnen mobilisieren, die nicht die Demokratiefeinde wählen. Lasst uns weiter eintreten gegen rechtsextremes, menschenverachtendes Gedankengut.“

Die EU hat den Beschäftigten viele Verbesserungen gebracht, sagte Laura Pooth. „Die Mindestlohnrichtlinie sorgt dafür, dass auch Deutschland seinen gesetzlichen Mindestlohn deutlich anheben muss. Die Latte liegt jetzt schon bei 14 Euro. Die EU will 80 Prozent Tarifbindung bei den Beschäftigten. Davon sind wir noch Lichtjahre entfernt, so die DGB Nord-Vorsitzende abschließend.

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Vorsitzende DGB Nord
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Der Geschäftsführende Vorstand des DGB Nord besteht aus der Bezirksvorsitzenden Laura Pooth und dem stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Ingo Schlüter. Hier gibt es die Kurzvita, Lebenslauf und Pressefotos von beiden. Abdruck in Printmedien und Veröffentlichung im Internet sind im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung mit Quellennachweis frei.
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