Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 56 - 21.07.2020

Weiblich, systemrelevant, unterbezahlt

Harte Arbeit und wenig Kohle in typischen Frauenberufen

Harte Arbeit und wenig Kohle in typischen Frauenberufen

 

In der Corona-Krise waren und sind sie systemrelevant: Pflegeberufe, Verkaufsberufe, Erziehungs- und Sozialberufe, Reinigungsberufe. In diesen vier Branchen arbeiten hauptsächlich Frauen. „Symptomatisch für diese Berufsgruppen sind die harten Arbeitsbedingungen und die miese Bezahlung“, sagt Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord.

Zahlen des DGB-Index Gute Arbeit vom Juni dieses Jahres belegen, dass viele Beschäftigte dieser Branchen mit ihrem Einkommen nicht über die Runden kommen. Uwe Polkaehn: „Es ist höchste Zeit, das endlich zu ändern. Wenn nicht jetzt, wann dann?“

 

Grafik

DGB-Index Gute Arbeit

Zu Beginn der Krise wurde für diese Beschäftigten geklatscht. „Klatschen ist gut, ordentlich bezahlen ist besser“, so Polkaehn weiter. „Der einmalige Krisenzuschlag, den manche von Ihnen nun bekommen, reicht uns nicht aus. Wir wollen, dass diese Berufe generell besser bezahlt werden. Das ist längst überfällig.“ Am besten ginge das mit Tarifverträgen. Wo sich Arbeitgeber Tarifverhandlungen verweigern, sei die Politik gefragt, die Tarifbindung zu erhöhen. Die Politik müsse es erleichtern, Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären.

"Es kann nicht sein, dass in einem Land wie Deutschland Beschäftigte ihr Arbeitsleben lang für wenig Geld schuften müssen, und dann am Lebensabend auch nur eine klägliche Rente zu erwarten haben", so Polkaehn. "Wir brauchen endlich bessere Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen in den frauendominierten Berufen – als wichtigen Schritt für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt.“

 


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