Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 52 - 22.06.2020

Uwe Polkaehn zur IHK-Forderung nach verkaufsoffenen Sonntagen

Wegen der Corona-Krise will die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein (IHK) regelmäßige verkaufsoffene Sonntage durchsetzen. Bis zum Jahresende soll jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet werden dürfen.

Dazu Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord: „Von der IHK hätte ich intelligentere Vorschläge erwartet. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise versucht die IHK Arbeitnehmerrechte und Schutzbestimmungen aufzuweichen. Die Begründung für die Sonntagsöffnung – das Entzerren der Kundenströme – ist aberwitzig. Bislang ist ein sehr zurückhaltendes Kaufverhalten der Kunden zu beobachten, das u. a. in den durch Kurzarbeit verursachten Einkommensverlusten vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihrer großen Corona bedingten Verunsicherung begründet ist. Die IHK sollte an die Beschäftigten denken. Der Applaus für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in systemrelevanten Berufen war gestern. Jetzt ist die Undankbarkeit zurück. Extreme Belastungen der Vergangenheit zehrten an den Kräften und sollten nicht in die Zukunft übertragen werden. Statt weiterhin längere Öffnungszeiten zu fordern, sollten wir nach und nach zur Normalität zurückkehren, die für die Beschäftigten belastend genug ist. Die IHK sollte sich in dieser Sache der Realität stellen und sich stattdessen mit intelligenten Konzepten für Karstadt zu Wort melden.“


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