Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 78 - 28.11.2019

1000-Meter-Abstand gefährdet Energiewende und Arbeitsplätze

Studie: Abstandsregel verringert Windkraftpotenzial

Sollten künftig in Schleswig-Holstein Windkraftanlagen nur noch mit einem Mindestabstand von 1000 Metern zu Siedlungen errichtet werden dürfen, so schrumpft das Potenzial um mehr als ein Viertel. So das Ergebnis einer neuen Berechnung der Forschungsstelle Energiewirtschaft. Anstatt knapp 17 Gigawatt installierter Leistung könnten in Schleswig-Holstein nur noch gut 12 Gigawatt gebaut werden.

Dazu Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord:

„Der Bundeswirtschaftsminister gefährdet mit seinem Festhalten an der 1000-Meter-Abstandsregelung nicht nur wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel, sondern auch tausende Arbeitsplätze bei uns im Norden. Das ist von einem Bundeswirtschaftsminister, der seinen Titel zu Recht tragen will, unverantwortlich.“

Uwe Polkaehn fordert Ministerpräsident Daniel Günther auf, gemeinsam mit der Ministerpräsidentin und den Ministerpräsidenten aus Norddeutschland auf das weitere Gesetzgebungsverfahren Einfluss zu nehmen, um diesen beschäftigungsgefährdenden und für den Klimaschutz gefährlichen Passus aus dem Klimapaket zu streichen.

„Andernfalls wird eine Zukunftsindustrie abgewürgt. Die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Altmaier mit mehr Abständen von Windkraftanlagen sind rückwärtsgewandt. Sie sorgen nicht für mehr Akzeptanz, sondern vernichten tausende Arbeitsplätze. Bislang ist Schleswig-Holstein bei der Energiewende Tabellenführer. Würden die Pläne umgesetzt, drohen Mittelfeld oder Abstiegsplätze.“


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Thomas Ritter 

 

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