Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 73/2019 - 14.11.2019

70 Jahre gewerkschaftliche Solidarität im Norden

Der DGB feiert und setzt sich neue Ziele

Vor 70 Jahren wurde der Deutsche Gewerkschaftsbund gegründet. Rund 250 Gäste feierten dies im Hamburger Gewerkschaftshaus.

„Die Geschichte des DGB ist eine Erfolgsgeschichte. Vieles von dem, was heute selbstverständlich erscheint, ist von DGB-Gewerkschaften mühsam erkämpft worden. Auch im Norden: Fünf-Tage-Woche, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kürzere Arbeitszeiten, das 13. Monatsgehalt, bezahlter Urlaub, Mindestlohn oder -aktuell- die Grundrente. Von Anfang an ist der DGB mit seinen Mitgliedsgewerkschaften für soziale Gerechtigkeit, für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten, von Bürgerinnen und Bürgern sowie für Mitbestimmung und eine umfassende Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft eingetreten. Wir haben viel erreicht, aber wir haben auch noch viel vor. Dafür müssen wir Bündnispartner und neue Mitglieder gewinnen. Denn der Wandel der Wirtschaft muss sozial verträglich gestaltet werden, ob bei der Digitalisierung oder beim Klimaschutz. Und die Löhne und Renten müssen für ein gutes Leben reichen“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord, zur Eröffnung der Festveranstaltung im Hamburger Gewerkschaftshaus. Der DGB Bezirk Nord stehe auch für das Zusammenwachsen von Ost und West. Bereits 1999 wurden mit Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein Ost- und Westländer zu einem Bezirk zusammengefasst.

Unter den rund 250 Gästen waren neben Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, die Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft Christiane Schneider, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag Ralf Stegner, der DGB Vorsitzende Reiner Hoffmann, zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik und Repräsentanten unterschiedlicher Verbände.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Seit 70 Jahren setzt sich der DGB erfolgreich dafür ein, die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern zu verbessern und ihnen soziale Sicherheit zu geben. Hamburg hat dabei oft eine besondere Rolle gespielt, zum Beispiel als erstes Bundesland, das den gesetzlichen Mindestlohn eingeführt hat. Wir wollen weiterhin als Vorbild vorangehen und werden allen Beschäftigen in der Verwaltung, in unseren Landesbetrieben und öffentlichen Unternehmen mindestens einen Lohn von 12 Euro pro Stunde zahlen. Der DGB ist ein wichtiger Partner des Senats, um Hamburg zu einer Stadt der guten Arbeit zu machen. Ich gratuliere dem DGB und seinen Mitgliedern herzlich zum 70-jährigen Jubiläum.“

Reiner Hoffmann, Vorsitzender DGB: „Unsere Republik wäre eine andere, wenn die Gewerkschaften nicht über Jahrzehnte dafür gekämpft hätten, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Auch die Systeme der sozialen Sicherung sähen ohne unser Engagement anders aus. Die Einheitsgewerkschaft ist die Grundlage dieser Erfolge: Sie setzt alles daran, dass Beschäftigte nicht gegeneinander ausgespielt werden und lässt es nicht zu, dass Berufs- oder Spartenorganisationen ihre Interessen in den Mittelpunkt stellen. So begründen wir die Solidarität aller Beschäftigten – seit 70 Jahren.“

In einer Podiumsdiskussion erörterte DGB-Chef Reiner Hoffmann zusammen mit Prof. Dr. Kohlrausch (designierte wissenschaftliche Direktorin des WSI) und Prof. em. Dr. Eberhard Schmidt (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) Fragen zu gewerkschaftlichen Zukunftsperspektiven.

Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Hans Böckler Medaille an acht Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Die Hans Böckler-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die der DGB und die Gewerkschaften vergeben. Damit werden besondere Verdienste im gewerkschaftlichen Bereich, vor allem ehrenamtliches Engagement, gewürdigt.

Geehrt wurden:

Annegret Pawlitz aus Buxtehude, Peter Quittnat und Johannes Müllner aus Hamburg, Anke Kawald aus Dägeling, Rudolf Mildenberger aus Lübeck, Joachim Sopha aus Flensburg, Arno Carstensen aus Kappeln, Heike Schweda aus Kirch-Jesar.


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt: Pressestelle

DGB Bezirk Nord
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Tel. 040-60 77 66 1 - 23
Tel. 040-60 77 66 1 - 18
Fax. 040-60 77 66 1 - 41

Thomas Ritter 

 

Sekretariat: Astrid Lau 

DGB Nord
Lohnspiegel
lohnspiegel.de