Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 52-2021 - 15.06.2021

DGB fordert Mietenstopp und mehr bezahlbare Neubauwohnungen

In Kiel sind knapp 51 Prozent der Mieterhaushalte durch ihre hohen Wohnkosten überlastet. In Lübeck sind es 54 Prozent, wie aus einer heute veröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Als überbelastet gilt, wer inklusive Betriebs- und Heizkosten mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens für die Miete ausgeben muss. Die Studie zeigt auch: Selbst wenn alle Mieterhaushalte auf Wohnungen mit angemessener Größe und Preis verteilt werden würden, fehlen in Kiel 16.838 bezahlbare Wohnungen, in Lübeck 14.662.

„Für die Menschen in Schleswig-Holstein ist es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Vor allem Beschäftigte mit geringen und mittleren Einkommen müssen einen großen Teil ihres Einkommens an die Vermieter abgeben. Die Einkommen werden selbst bei guten Tarifabschlüssen zunehmend von der Miete aufgefressen. Der DGB fordert deswegen von der nächsten Bundesregierung einen sechsjährigen Mietenstopp. Die Menschen brauchen eine Atempause“, sagte Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender DGB Nord.

„Die Landesregierung in Kiel muss entschlossener vorgehen, um den Mangel an bezahlbaren Wohnungen zu beheben. Sie müssen ihre Fördermittel aufstocken und die Kommunen stärken, damit diese den lokalen Wohnungsmarkt gestalten können. Dies kann durch den strategischen Ankauf von Grundstücken oder die Stärkung bzw. Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft erfolgen. Das im Mai verabschiedete Baulandmobilisierungsgesetz erweitert den wohnungspolitischen Spielraum von Kommunen in angespannten Wohnungsmärkten. Voraussetzung ist, dass die Landesregierung entsprechende Verordnungen über angespannte Wohnungsmärkte erlässt. Dies muss im Sinne der Mieterinnen und Mieter zügig geschehen“, so Schlüter weiter.

Um seiner Forderung nach einem Mietenstopp Nachdruck zu verleihen, beteiligt sich der DGB in zahlreichen Städten in Schleswig-Holstein am bundesweiten Mietenstopp-Aktionstag am 19. Juni.

 


Nach oben

Immer auf dem Laufenden

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
RSS-Feed DGB Bezirk Nord

DGB Zukunftsdialog

Corona-Infos

Co­ro­na: Al­les, was Be­schäf­tig­te jetzt wis­sen müs­sen

Die Corona-Pandemie hält an. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellen sich immer wieder neue Fragen. Wir haben die wichtigsten Antworten.

DGB/Kateryna Kon/123rf.com
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt: Pressestelle

DGB Bezirk Nord
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Tel. 040-60 77 66 1 - 23
Tel. 040-60 77 66 1 - 18
Fax. 040-60 77 66 1 - 41

Thomas Ritter 

 

Sekretariat: Astrid Lau 

DGB Nord
Lohnspiegel
lohnspiegel.de