Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 005 - 15.01.2013

Statistikamt enthüllt: Niedriglöhne im Norden – am ärmsten sind die Frauen dran

Das Statistikamt hat heute neue Daten zu den Arbeitnehmerverdiensten im Norden veröffentlicht.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), erklärt dazu:

„Der Trend deckt sich mit unseren Zahlen: Der Niedriglohnsektor im Norden wächst, immer mehr Arbeitgeber drücken sich vor einer fairen Bezahlung. Die Minijob-Kultur und Billiglohn-Politik in Berlin trifft den Norden besonders hart. Die Arbeit ist mehr wert – sie darf nicht länger zum Schnäppchen der Gewinn-Maximierer gemacht werden.

Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienen in Schleswig-Holstein im Durchschnitt ein Fünftel weniger als ihre männlichen Kollegen, so die Statistik. Männer steigen auch öfter in besser bezahlte Spitzenpositionen auf - Frauen werden in den Unternehmen systematisch von den Chefetagen ferngehalten. Das Land braucht also mehr Anstrengungen zur Gleichstellung - und eine Bildungsoffensive, denn Beschäftigte ohne Berufsausbildung verdienen laut der jüngsten Erhebung nur etwas mehr als die Hälfte des Monatslohns von ausgebildeten Fachkräften und kommen aus dem Lohnkeller überhaupt nicht heraus.“

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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Thomas Ritter

 

Kerstin Koch / copyright Peter Bisping

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