Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 12.12.2000

Absenkungen der Standards in den Kindertagesstätten sind unverantwortlich!

Der Deutsche Gewerkschaftsbund unterstützt die Protestkundgebung der Beschäftigten in den Kindertagesstätten am 13. Dezember um 14.30 Uhr vor dem Kieler Landeshaus. Der DGB sieht die Gefahr, dass die vom Landtag beabsichtigte Öffnung von landesrechtlichen Standards dazu missbraucht wird, die Qualität der Kindertagesstätten zu verschlechtern.

Peter Deutschland, Vorsitzender des DGB Nord: »Wer landesrechtliche Normen in die Beliebigkeit der Kommunen stellt, will keinen Wettbewerb nach oben, sondern nach unten. Der Landtag ist verantwortlich für die Qualität der Bildungseinrichtungen in Schleswig-Holstein. Kindergärten dürfen nicht zu Verwahranstalten verkommen!»

Für den DGB, so Deutschland, sei die Debatte um eine pauschale Freigabe der Mindeststandards, die für Kindertagesstätten gelten, grotesk. Es stehe dem Landtag frei, selbst gesetzliche Normen zu ändern und dafür die politische Verantwortung wahrzunehmen. Auch die Landesregierung könne Verordnungen, die Standards festlegen, von sich aus ändern. Wenn deren Anwendung aber denen überlasse werde, für die sie gelten, führe dies zu Beliebigkeit.

Peter Deutschland: »Die Menschen in Schleswig-Holstein haben einen Anspruch darauf, dass ihre Kinder landesweit gleiche Chancen auf Bildung haben! Sonst steht zu befürchten, dass in Schleswig-Holstein ein Süd-Nord-Gefälle entsteht.»

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Thomas Ritter 

 

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