Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 39-2021 - 29.04.2021

„Solidarität ist Zukunft“ – DGB Nord feiert Tag der Arbeit kämpferisch und coronakonform


Niemand kann die Pandemie allein bewältigen. Unser Land kann eine der schwersten Krisen der Nachkriegsgeschichte nur gut bewältigen, wenn der soziale Zusammenhalt gestärkt wird und ein handlungsfähiger Sozialstaat den Menschen Sicherheit gibt. Darum steht Solidarität auch am zweiten 1. Mai unter Corona-Bedingungen im Mittelpunkt des DGB. Mit dem Motto „Solidarität ist Zukunft“ rufen die Gewerkschaften zum Tag der Arbeit auf.

Überall dort, wo die Auflagen und regionalen Rahmenbedingungen es zulassen, gehen die Gewerkschafter*innen auf die Straße. Der DGB hat als Organisator der Kundgebungen für die größtmögliche Sicherheit gesorgt: Deutlich begrenzte Teilnehmendenzahlen, Mindestabstände und Masketragen. Um unsere politischen Forderungen am 1. Mai in Corona-Zeiten trotzdem breit in die Öffentlichkeit zu tragen und möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu bieten, einen politischen Tag der Arbeit zu erleben – auch ohne an Demonstrationen und Kundgebungen teilzunehmen – sendet der DGB auch in diesem Jahr wieder einen zentralen digitalen Livestream. Unter www.dgb.de/erstermai wird es am 1. Mai ab 14 Uhr aus der Bundeszentrale des Deutschen Gewerkschaftsbundes ein abwechslungsreiches Programm aus Politik und Kultur, mit Talks und Mitmachaktionen geben.

Wir grenzen uns bewusst ab von allen, die in der Corona-Krise die Spaltung vertiefen wollen. Wir fordern die Wirtschaft auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Nicht der Markt hat uns durch die Krise geholfen, sondern ein starker Sozialstaat. Vermögende und Superreiche müssen deutlich stärker an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt werden. 

Unter dem diesjährigen Motto „Solidarität ist Zukunft“ sind u.a. folgende Aktivitäten im Bezirk Nord geplant:

 

Hamburg

10:30 Uhr Kundgebung auf dem Fischmarkt, Hauptredner Reiner Hoffmann, DGB-Bundesvorsitzender

 

Kiel

10 Uhr Auto/Fahrrad-Kundgebung auf dem Exerzierplatz, Hauptredner Freddy Adjan, stellv. Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

 

Rostock

10 Uhr Demo ab "Am Brink" zum Neuen Markt
11 Uhr Kundgebung auf dem Neuen Markt, Hauptredner Ingo Schlüter, Vize-Vorsitzender DGB Nord

 

Ingo Schlüter, Vize-Vorsitzender DGB Nord:

„Die Arbeitnehmer*innen dürfen am Ende nicht die Zeche für die Krise zahlen. Wir werden am 1. Mai deutlich machen, dass wir die Pandemie und ihre Folgen nur gemeinsam und solidarisch bewältigen können. Die Pandemie hat die soziale Schieflage weiter verschärft. Besonders auf dem Arbeitsmarkt gilt es, mehr Ordnung zu schaffen. Deshalb brauchen wir eine höhere Tarifbindung, einen armutsfesten Mindestlohn, weniger prekäre Beschäftigung und eine Ausbildungsplatzgarantie. Die Pandemie hat außerdem die vielfältigen Mängel in der öffentlichen Daseinsvorsorge und Infrastruktur offengelegt. Um das Land wieder flott zu machen, müssen wir jetzt den Investitionsturbo zünden. Die Menschen brauchen eine moderne Infrastruktur, von der schwarzen Null haben sie nichts.“


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Thomas Ritter 

 

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