Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 48 - 03.06.2020
Corona-Pandemie trifft Arbeits- und Ausbildungsmarkt stark

Corona-Pandemie trifft Arbeits- und Ausbildungsmarkt stark

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagt Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord:

„Die aktuell steigende Arbeitslosigkeit darf sich keinesfalls verfestigen. Deswegen muss die Bundesregierung schnell ein umfassendes, wirkungsmächtiges und nachfrageorientiertes Konjunkturpaket auf den Weg bringen und dies mit arbeitsmarktpolitischen Angeboten flankieren. Die Landesregierungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern müssen alles Notwendige tun, damit Arbeitsplätze gesichert werden. Wichtig ist, den Menschen von vorneherein eine Perspektive zu geben und den gleichzeitig notwendigen Umbau zum digitalen und emissionsarmen Wirtschaften zu bewältigen.

Gerade in Zeiten der Kurzarbeit müssen Qualifizierungsmaßnahmen für die sozial-ökologische Wende hochgefahren werden. Wer seinen Job verliert oder Weiterbildungsbedarf hat, muss schnelle und effektive Unterstützung erhalten und für neue Aufgaben qualifiziert werden. Das gilt für Arbeitslose besonders, aber auch für Beschäftigte. Gerade der Leerlauf bei Kurzarbeit kann gut mit Weiterbildung verknüpft werden.

Bei der Entwicklung der Weiterbildungsangebote muss auch die Situation der Menschen adäquat berücksichtigt werden, die wegen der Corona-Krise durch Betreuungsaufgaben eingeschränkt sind. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass sie auf dem Arbeitsmarkt nicht abgehängt werden.

Angesichts der insbesondere im Westen einbrechenden Ausbildungsplatzangebote sind die Arbeitgeber jetzt besonders gefordert. Auch in Zukunft werden Fachkräfte dringend gebraucht! Das Vermittlungsgeschäft und die Maßnahmen zur Unterstützung der betrieblichen Ausbildung müssen möglichst noch im Juni in den Landesbündnissen mit Hochdruck aktiviert werden, damit das Ausbildungsjahr 2020 kein verlorenes Jahr für die jungen Menschen im Norden wird.

Deutlich wird aber an den Arbeitsmarktzahlen auch, dass vor allem Jugendliche und Migranten besonders von der Corona-Krise betroffen sind. Hier sind die Arbeitslosenzahlen besonders stark gestiegen. Leider dominieren in diesen beiden Gruppen prekäre Arbeitsverhältnisse. Wir brauchen dringend Arbeitsmarktreformen, die die Arbeit sicherer machen.“


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Thomas Ritter 

 

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