Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 59 - 14.11.2023

Eintreten für die Tarifwende in Mecklenburg-Vorpommern

Milliardenschaden durch Tarifflucht der Arbeitgeber

Wer in Mecklenburg-Vorpommern nicht unter dem Schutz eines Tarifvertrages arbeitet, hat weniger Geld im Portemonnaie. Aber nicht nur das. Halten sich Arbeitgeber nicht an Tarifverträge, entsteht auch ein erheblicher Schaden für die Allgemeinheit. Das belegen neue Berechnungen des DGB auf Datenbasis des Statistischen Bundesamtes. 

Tarifflucht und Lohndumping von Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern bedeuten jährlich 965 Millionen Euro weniger für die Sozialversicherungen sowie 568 Millionen Euro Einkommensteuer. 

Die mangelnde Tarifbindung schmälert zudem die Kaufkraft der Beschäftigten: Wer in Mecklenburg-Vorpommern nicht nach Tarif bezahlt wird, hat im Jahr - betrachtet über alle Branchen und Berufe hinweg - durchschnittlich netto 4.203 Euro weniger auf dem Lohnzettel als tarifgebundene Beschäftigte. 

Insgesamt hätten die Beschäftigten mit flächendeckender Tarifbindung rund 1,38 Milliarden mehr pro Jahr im Portemonnaie. 

„Mit Tarifverträgen gibt es nicht nur höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten und mehr Urlaub. Damit gestalten die Beschäftigten auch ihre Arbeitsbedingungen aktiv mit“, so Laura Pooth, Vorsitzende des DGB Nord. „Deswegen startet der DGB seine bundesweite Kampagne unter dem Titel ‚Eintreten für die Tarifwende‘. Wir packen die Arbeitgeber bei ihrer sozialen Verantwortung. Gut, dass die Landesregierung mit ihrem Tariftreue- und Vergabegesetz die Weichen richtig stellt und so Lohndumping nicht mehr mit Steuergeld finanziert wird.“ 

Weitere Forderungen des DGB:

  • Im Falle einer Aufspaltung oder Abspaltung eines Unternehmens sollten Tarifverträge bis zu einer neuen Regelung fortgelten.
  • Tarifverträge für alle Unternehmen einer Branche müssen leichter allgemeinverbindlich erklärt werden können. 

Die DGB-Berechnungen basieren auf der jüngsten Verdiensterhebung (VE), die das Statistische Bundesamt zuletzt für das Jahr 2022 erhoben hat.


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Der Geschäftsführende Vorstand des DGB Nord besteht aus der Bezirksvorsitzenden Laura Pooth und dem stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Ingo Schlüter. Hier gibt es die Kurzvita, Lebenslauf und Pressefotos von beiden. Abdruck in Printmedien und Veröffentlichung im Internet sind im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung mit Quellennachweis frei.
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