Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 29.11.2000

Neue Technologien im öffentlichen Dienst

Über neue Technologien im öffentlichen Dienst und die Rolle, die Personalräte und Gewerkschaften bei deren Einführung spielen, diskutierten am 29. November in Kiel mehr als 80 Personalvertreter aus allen Bereichen der Landesverwaltung. Zu der Konferenz hatten der DGB Nord, die DAG, ÖTV, GdP, GEW und die IG BAU eingeladen.



Anlass für das Treffen war die von der Landesregierung geplante Einführung der Software SAP im öffentlichen Dienst und die Verwirklichung eines Landessystemkonzepts. Mit SAP würde eine Software Einzug in den öffentlichen Dienst halten, mit der betriebswirtschaftliche Instrumente wie die Kosten- und Leistungsrechnung eingeführt werden; Landessystemkonzept steht für die Vernetzung der verschiedenen Datensysteme in der Verwaltung und die Einführung moderner Kommunikationstechnologien.

Die Personalräte bei dem Kieler Treffen befürchten Stelleneinsparungen für die Zukunft und reagierten zögernd auf ein Angebot des Kieler Innenministeriums an ihre Gewerkschaften, in einer ersten Vereinbarung eine gewerkschaftliche Beteiligung bei der Einführung von SAP zu regeln. Carlos Sievers vom DGB Nord und einer der Initiatoren des Treffens, hält eine Beteiligung der Gewerkschaften für den richtigen Weg. Dadurch könnten die Interessen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst am besten vertreten werden. »Die Informationstechnik wird die Arbeitswelt im öffentlichen Dienst noch viel mehr als bisher bestimmen. Nur wenn wir versuchen, den Prozess mitzugestalten, müssen qualitative Anforderungen für die Nutzer beachtet werden!»

Bis Anfang Januar soll entschieden werden, ob die Gewerkschaften das Verhandlungsangebot der Landesregierung annehmen.

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Thomas Ritter 

 

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