Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 35 - 28.04.2020

Familiensoforthilfe für Eltern und Pflegende in Corona-Krise!

Polkaehn: „Eltern und Pflegende brauchen finanzielle Sicherheit.“

Der DGB Nord fordert weitere Maßnahmen für Eltern und Pflegende. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in der Corona-Krise von Kita- und Schulschließungen betroffen sind oder die der Pflege ihrer Angehörigen nicht mehr wie gewohnt nachkommen können, brauchen für die gesamte Dauer der behördlich angeordneten Maßnahmen einen Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung.

„Eltern und Pflegende sind schon ohne Corona-Krise einer hohen Belastung ausgesetzt“, sagt Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord. „Jetzt werden Väter und Mütter auch noch Lehrkräfte, Musikpädagogen, Trainer, Schutzmaskennäher und Sozialarbeiter. Eltern brauchen in dieser Situation Sicherheit, das bedeutet auch finanzielle Sicherheit. Wir wollen für Eltern eine Erhöhung der Elternentschädigung von jetzt 67 Prozent auf mindestens 80 Prozent des Nettogehalts. Nur so können Mieten, Versicherungen und laufende Lebenshaltungskosten halbwegs kompensiert werden.“

Zusätzlich muss es einen Freistellungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber geben, der auch stunden- oder tageweise Freistellungen zulässt.

„Schon jetzt ist abzusehen, dass Kitas und Schulen noch länger geschlossen bleiben. Deshalb reichen die bis jetzt gesetzlich festgeschriebenen maximal sechs Wochen für eine Entschädigung nicht aus“, so Polkaehn weiter.

„Eine solche Familiensoforthilfe ist dringend notwendig, um die enormen Belastungen von Eltern und Pflegenden aufzufangen. Sie wäre ein Zeichen der Solidarität in der Krise!“

 

Außerdem muss klar gestellt werden, dass diejenigen, die diese Entschädigungszahlung in Anspruch nehmen, vor Entlassungen geschützt werden. Der DGB schlägt für diejenigen, die diese Freistellung nutzen müssen, einen Sonderkündigungsschutz vor.


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Thomas Ritter 

 

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