Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 101-2020 - 27.12.2020
Schluss mit Lohnarmut

DGB Nord fordert Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro

Mindestlohn

Myriams-Fotos/pixabay

Der DGB Nord fordert eine zügige Anhebung der gesetzlichen Lohnuntergrenze von jetzt 9,35 Euro auf zwölf Euro pro Arbeitssunde. Viele Beschäftigte im Norden würden davon profitieren, wie eine neue  Auswertung des DGB zeigt. Demnach verdienen in Schleswig-Holstein knapp 29 Prozent der Beschäftigten unter 12 Euro in der Stunde. Besonders Frauen sind von niedrigen Löhnen betroffen. 33 Prozent von ihnen arbeiten in Schleswig-Holstein unter 12 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 38 Prozent der Beschäftigten, die unter 12 Euro in der Stunde arbeiten. Gut 41 Prozent Frauen arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern unter 12 Euro.
 
Dazu sagt Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord:
„Löhne unter 12 Euro müssen der Vergangenheit angehören. Sie erzeugen Erwerbsarmut und nehmen vielen Beschäftigten im Niedriglohnsektor die Möglichkeit einer ausreichenden Rente im Alter.
 
Ein politischer Kurswechsel ist überfällig, um die Tarifbindung wieder zu erhöhen und den Mindestlohn einmalig im Niveau deutlich anzuheben. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern müssen die aktuelle Evaluierung des Mindestlohngesetzes nutzen, um im Bundesrat Druck zu machen, für eine zügige Anhebung auf 12 Euro pro Stunde durch den Gesetzgeber - und zwar noch in dieser Legislaturperiode.
 
Außerdem müssen die Kontrollen verschärft werden. Es gibt aber immer noch viel zu viele kriminelle Arbeitgeber, die den gesetzlichen Mindestlohn umgehen. Jedem Arbeitgeber muss klar sein: Betrügereien beim Mindestlohn sind kein Kavaliersdelikt.“ 
 
Zuvor hatte bereits Bundesarbeitsminister Hubertus Heil gefordert, den gesetzlichen Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde anzuheben.


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