Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 92-2020 - 20.11.2020

Ausbildungsbilanz Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der gemeldeten Bewerber*innen bricht um über 13 Prozent ein

Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Bilanz des diesjährigen Ausbildungsmarktes in Mecklenburg-Vorpommern gezogen.

Dazu Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender DGB Nord:

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Ausbildungsstellenmarkt sind deutlich sichtbar. Die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen sinkt im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent bzw. 476 Stellen auf 10.547. Die Zahl der Bewerber*innen ist jedoch in Folge der ab März größtenteils Lockdown-bedingt ausgefallenen Orientierungs- und Vermittlungsaktivitäten dramatisch um 13,6 Prozent auf 7.198 eingebrochen, obwohl die Zahl der Schulentlassenen mit 13.270 stabil blieb. Nur noch 27 Prozent der diesjährigen Schulabgänger*innen sind in der Statistik der BA als Bewerber*in erfasst, das ist der niedrigste Wert seit 2004! Und, nur noch die Hälfte (3.637) der in der Statistik erfassten Bewerber*innen sind in diesem Jahr in eine betriebliche Berufsausbildung eingemündet. Das bedeutet einen Rückgang um 17 Prozentpunkte zum Vorjahr und ist ebenfalls ein langjähriger Tiefstwert.

Deshalb appelliere ich dringend an die Arbeitgeber, auch unter Pandemiebedingungen Ausbildungs- und Praktikumsplätze anzubieten, damit die Berufsorientierung und die Vermittlung wieder für alle ausbildungsinteressierten Jugendlichen greift! Gleichzeitig muss – auch unter Nutzung der vom Bund und vom Land bereitgestellten Fördermittel – die Ausbildungsqualität in den Betrieben und beruflichen Schulen abgesichert werden!“


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