Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 10.04.2001

DGB Nord: Weg von einseitiger Debatte bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit!

Mit der Forderung an die Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern, mehr Jugendliche nach der Ausbildung zu übernehmen und stärker Überstunden abzubauen, hat der DGB Nord wenige Wochen vor der Schweriner Job Parade eine Kehrtwende bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit verlangt. "Wir müssen", so der stellvertretende DGB-Nord-Vorsitzende Ingo Schlüter in Schwerin, "endlich weg von einseitigen Debatten. Man kann nicht immer nur über den Sinn und Nutzen von Arbeitsmarktinstrumenten reden. Hier sind zuallererst die Arbeitgeber in der Pflicht."

Schlüter warf den Arbeitgebern vor, sie trieben durch ihre Einstellungspraxis die Jugendlichen mit guten Qualifikationen weg aus Mecklenburg-Vorpommern. Zu hoffen, dass die eines Tages wieder zurückkämen, sei ein Kurzschluss und das Gegenteil von einer qualifizierten und langfristig angelegten Personalplanung.

Von der Landesregierung erwarte der DGB den Start des von ihr wiederholt angekündigten Jugend in Arbeit-Programms. Dieses Programm müsse im Doppelhaushalt 2002/2003 abgesichert werden. Zusätzliche Spielräume ergäben sich aus den Einspareffekten bei der bisherigen Ausbildungsplatzförderung des Wirtschaftsministers.

Das JUMP-Programm der Bundesregierung müsse, so Schlüter, aufgestockt werden. Trotz der zahlenmäßigen Entlastung, die dieses Programm mit sich bringe, gäbe es jeden Monat einen neuen Negativrekord. Die Bundesregierung müsse insbesondere im Zusammenhang mit der sogenannten 2. Schwelle nachbessern und 500 Millionen DM für Ostdeutschland zusätzlich bereitstellen.

Bei der Job Parade am 1. Mai erwartet der DGB wieder Zehntausende von Jugendlichen. Natürlich sei die Job Parade, so Schlüter, ein gigantisches Techno-Event, aber die meisten Jugendlichen seien sich des politischen Anspruchs der Parade durchaus bewusst. Schlüter: "Die jungen Leute wissen, dass sie vom Tanzen allein nicht leben können. Offenbar sind manche Arbeitgeber und Politiker da anderer Meinung."

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Thomas Ritter 

 

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