Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 04 - 12.01.2015

Rieseninteresse am Mindestlohn: Mobile Berater informierten

Gilt der Mindestlohn auch für mich? Was kann ich machen, wenn mein Arbeitgeber sich stur stellt? Welches Amt kontrolliert? Was ist mit Minijobs? Die mobilen Beratungsteams des DGB, die heute an 20 Bahnhöfen und anderen Orten im Norden unterwegs waren, hatten sich auf die Fragen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gut vorbereitet: Zum Start des gesetzlichen Mindestlohns intensivieren die Gewerkschaften ihre Informationsarbeit. Tausende Pendler in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern konnten so auf das neue Recht auf Mindestlohn und die Telefon-Hotline des DGB hingewiesen werden. Bundesweit wurden an mehr als 270 Verkehrsknotenpunkten handliche DIN-A-6-Broschüren und ein Brillenputztuch mit dem Aufdruck „Mit Durchblick zum Mindestlohn“ verteilt.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), leistete seine „Frühschicht“ ab 7 Uhr am Bahnhof Neumünster ab. Sein Fazit: „Die Zustimmung zum Mindestlohn ist riesengroß. Aber viele Beschäftigte fürchten, dass sie von ihren Arbeitgebern übers Ohr gehauen werden. Doch wer beim Mindestlohn trickst, riskiert Strafen bis zu 500.000 Euro. Wir haben mit unserer Straßen- und Bahnhofsaktion ein gutes Zeichen gesetzt, dass die Gewerkschaften für alle Arbeitnehmer da sind. Und das war erst der Auftakt, wir werden dranbleiben. Das eine oder andere neue Gewerkschaftsmitglied hat uns unser Kampf für den Mindestlohn auch schon gebracht.“

Eine Übersicht über die bundesweiten Aktionen steht hier zu Verfügung:

http://www.dgb.de/extra/mindestlohn-dran-bleiben

Nähere Informationen zu den Aktionen vor Ort erhalten die Redaktionen über die DGB-Regionsbüros in Hamburg, Lübeck, Kiel, Flensburg, Schwerin, Rostock, Stralsund und Neubrandenburg.

Fotos von der heutigen Beratungsaktion am Bahnhof Neumünster erhalten Sie in der Pressestelle des DGB Nord. Sie sind frei zur Veröffentlichung.

Weitere Informationen zum Thema Mindestlohn finden Sie unter www.mindestlohn.de

 

Hinweis:

Seit dem 2. Januar hat der DGB eine Hotline zum Mindestlohn geschaltet. Unter der Nummer 0391/40 88 003 (zum Festnetztarif) beantworten rund 45 Mitarbeiter/innen montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 16 Uhr Fragen in zehn verschiedenen Sprachen.

Wer Verstöße gegen das neue Mindestlohngesetz oder gegen die Branchenmindestlöhne feststellt, kann sich - auch anonym - bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls melden.


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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Kontakt: Pressestelle

DGB Bezirk Nord
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Tel. 040-60 77 66 1 - 23
Tel. 040-60 77 66 1 - 18
Fax. 040-60 77 66 1 - 41

Thomas Ritter 

 

Sekretariat: Astrid Lau 

DGB Nord
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