Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 120 - 30.10.2013

Arbeitsmarktzahlen: Der Norden braucht einen neuen Lohn-Trend

Die heutigen Arbeitsmarktdaten zeigen nur die halbe Wahrheit. Nötig sind Konjunkturimpulse - auch durch einen neuen Lohn-Trend. 

„Wer die Qualität der Arbeitsplätze analysiert, wird feststellen: Was vor allem zunimmt, sind Billigjobs und Befristungen. Immer noch werden viele Arbeitnehmer durch Zeit- und Leiharbeitsfirmen vermittelt. Nur noch jeder Vierte unter 30jährige hat eine unbefristete Vollzeitarbeitsstelle. Jeder Vierte in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bekommt nur Niedriglohn, in Hamburg ist es etwa jeder Fünfte. Deshalb sagen die Gewerkschaften: Gut ist nur, was „Gute Arbeit“ schafft. 

Der Norden braucht Konjunkturimpulse, auch durch einen neuen Lohn-Trend: Die vermittelten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  müssen bei unbefristeter Anstellung anständig bezahlt werden, damit sie Kaufkraft entwickeln und später auch eine Rente erhalten, von der sie leben können. Mehr als 700.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den drei Bundesländern würde es schon etwas besser gehen, wenn nur der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro endlich gelten würde. Geschäftsmodelle, die auf ausbeuterischen Billiglöhnen basieren, müssen vom Markt verschwinden“, so Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), zur jüngsten Arbeitsmarktstatistik der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. 

 


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Thomas Ritter 

 

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