Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 57 - 03.08.2020

DGB Nord sieht keinen Grund zur Entwarnung auf dem Arbeitsmarkt

Polkaehn: „Jetzt Weiterbildungs- und Qualifizierungsoffensive starten.“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord sieht keinen Grund zur Entwarnung auf dem Arbeitsmarkt. Die Situation sei weiterhin sehr kritisch. Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord, appellierte an die Arbeitgeber, die Folgen der Corona-Pandemie nicht auf die Beschäftigten abzuwälzen.

„Der Druck auf die Wirtschaft und die Beschäftigten ist weiterhin sehr groß. Mit dem Instrument der Kurzarbeit wurde das Schlimmste verhindert. Kurzarbeit sorgt für Beschäftigung und stabilisiert die Nachfrage. Es muss weiterhin zu allererst um Beschäftigungssicherung gehen: Nur wer einen sicheren Arbeitsplatz hat, wird auch größere Anschaffungen tätigen und die Konjunktur stützen. Die Wirtschaft muss den Beschäftigten Perspektiven geben. Am besten mit Tarifverträgen und vernünftiger Entlohnung. Viele Unternehmen haben dank des Engagements der Beschäftigten jahrelang floriert. Nun gilt es in schwierigen Zeiten die Beschäftigten an Bord zu halten. Auch über die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für den Strukturwandel zu verstärken. Wer seinen Job verliert oder Weiterbildungsbedarf hat, muss schnelle und effektive Unterstützung erhalten und für neue Aufgaben qualifiziert werden. Das gilt für Arbeitslose besonders, aber auch für Beschäftigte. Gerade der Leerlauf bei Kurzarbeit kann gut mit Weiterbildung verknüpft werden“

Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt sagte Polkaehn: „Es darf keine Generation Corona geben. Die Wirtschaft sollte alles daran setzen, weiterhin auf hohem Niveau auszubilden. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung oder ihres Studiums brauchen junge Menschen eine berufliche Perspektive. Sie wollen ihre erworbenen Kompetenzen in der Praxis anwenden. Die Arbeitgeber sollten sich ihr Know-how zunutze machen.“


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Thomas Ritter 

 

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