Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 78 - 27.10.2020

Satte Beitragserhöhung bei Deutschlands größter privater Krankenversicherung

DGB fordert pauschale Beihilfe nach Hamburger Modell auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern

 

Viele Beamtinnen und Beamte müssen im kommenden Jahr mit deutlichen Beitragserhöhungen für ihre private Krankenversicherung rechnen. Die Debeka erhöht die Beiträge nach übereinstimmenden Medienberichten zum 1. Januar 2021 im Durchschnitt um satte 17,6 Prozent. Damit greift die Versicherung vielen Beamten ins Portemonnaie, der wichtigsten Kundengruppe der Debeka.  

Dazu Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord:

„Vor dem Hintergrund dieser satten Beitragserhöhung fordern wir erneut die Einführung der pauschalen Beihilfe nach Hamburger Modell auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Das würde die Diskriminierung der bisher in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Beamtinnen und Beamten beenden und den neuen Beamtinnen und Beamten eine wirkliche Wahlmöglichkeit zwischen den Systemen eröffnen. Die Beamtinnen und Beamten brauchen endlich eine Alternative zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung.“

 

Zum Hintergrund:

In Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg und Thüringen können sich neue Beamtinnen und Beamte für den Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden und auf ihren klassischen Beihilfeanspruch verzichten. Sie erhalten dafür vom Dienstherrn eine pauschale Beihilfe grundsätzlich in Höhe der Hälfte des nachgewiesenen Krankenversicherungsbeitrages. Damit besteht eine Alternative zum klassischen Modell aus der Beihilfe und einer ergänzenden Versicherung in der privaten Krankenkasse. Diese Regelung wird als Hamburger Modell oder pauschale Beihilfe bezeichnet.


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