Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 98/2018 - 27.12.2018
DGB Nord-Chef Polkaehn widerspricht Wirtschaftsweisen Schmidt

"Beim Mindestlohn gibt's noch deutlich Luft nach oben."

DGB Nord-Chef Uwe Polkaehn hat sich für eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde ausgesprochen. "Das würde besonders dem Norden dabei helfen, aus dem Lohnkeller herauszukommen. Die Menschen im Niedriglohnsektor, der ja bei uns im Norden besonders stark ausgeprägt ist, hätten dann deutlich mehr Geld in der Tasche", so Polkaehn.

Die Einführung des Mindestlohns sei eine Erfolgsgeschichte und habe besonders in Norddeutschland positive Effekte für Wirtschaft und Beschäftigung. "Die ewigen Kassandrarufe, nach denen der Mindestlohn schlecht für die Wirtschaft sei, sind schlichtweg falsch. Das genaue Gegenteil ist der Fall", so Polkaehn. 12 Euro Mindestlohn wären gut für die Wirtschaft und würden die Verbraucher nicht übermäßig stark belasten.

"Wir haben jetzt in Deutschland zweimal eine Erhöhung, jeweils zwei Prozent bis 2020. Das ist alles in allem noch zu wenig, denn das ist gerade mal die Inflationsrate. Wir können den Mindestlohn noch deutlich stärker anheben, auch um bei uns das Lohnwachstum noch stärker voranzubringen. Das wäre gut für den privaten Verbrauch, denn schon seit langem wächst der private Verbrauch weniger stark als die Wirtschaft insgesamt."


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen mehr als 400.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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Thomas Ritter

 

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