Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 08 - 29.01.2015

Arbeitsmarkt im Norden: Unkenrufe gegen den Mindestlohn beenden!

Zum Rückgang der Arbeitslosigkeit in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gegenüber dem Vorjahr erklärt Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord):

„Bisher wurde der Mindestlohn ja für fast alles Schlechte in der Welt verantwortlich gemacht: Die Unternehmer können nun ihre Unkenrufe getrost beenden. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich auch nach Einführung des Mindestlohns positiv. Es gibt keine signifikanten Beschäftigungswirkungen von Lohnuntergrenzen. Auch die Evaluation der Branchenmindestlöhne in Deutschland hatte keine negativen Beschäftigungseffekte festgestellt.

Der Mindestlohn wird dem Arbeitsmarkt sogar weiter helfen. Hunderttausende im Norden haben bisher weniger als 8,50 Euro Stundenlohn bekommen. Die meisten von ihnen können sich zum Monatsende über höhere Entgelte freuen. Das wird die Binnenkonjunktur stützen und zusammen mit insgesamt steigenden Tarifentgelten zu einem Nachfrageschub im Land führen. Und weil zusätzlich die Subventionierung von Billiglöhnen durch staatliche Aufstockungsleistungen verringert wird, haben auch die Steuerzahler vom Mindestlohn eine ganze Menge: Die freiwerdenden Mittel können für sinnvolle soziale Aufgaben genutzt werden.“

In Mecklenburg-Vorpommern sind laut aktueller Statistik 102.200 Menschen arbeitslos gemeldet, in Schleswig-Holstein 106.411 und in Hamburg knapp 75.800.


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 


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Thomas Ritter 

 

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DGB Nord
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