Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 093 - 11.10.2011

Gespaltener Norden

Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte bekommen  im Durchschnitt  in Hamburg rund ein Fünftel mehr Lohn als in Schleswig-Holstein. Der Medianwert der monatlichen Bruttoarbeitsentgelte der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten liegt in Hamburg bei 3.095,21 Euro und in Schleswig-Holstein bei 2.517,41 Euro. „Das ist doch zwischen der Wirtschaftsmetropole Hamburg und dem Flächenland Schleswig-Holstein ein beachtlicher Unterschied“, kommentiert der DGB Nord Bezirkschef Uwe Polkaehn dieses Ergebnis nach einer Auswertung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

Während in Hamburg 4,2 % der Vollzeitbeschäftigten mit einem Lohn von unter 1.000 Euro nach Hause gehen, werden in Schleswig-Holstein 5,7 % der Vollzeitbeschäftigten mit einem Entgelt von unter 1.000 Euro beschäftigt. Bei den höheren Löhnen sieht das Gefälle noch dramatischer aus. Während in Hamburg 31,6 % der Vollzeitbeschäftigten mit über 4.000 Euro rechnen können, sind es in Schleswig-Holstein mit 15,4 % nur halb so viele. Dafür sind die mittleren Bruttoarbeitsentgelte von 2.000 bis 3.000 Euro in Schleswig-Holstein mit 35,9 % stärker vertreten als in Hamburg mit 26,8 %.

Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte gibt es in Hamburg insgesamt rund 665.000 und in Schleswig-Holstein rund 633.000.

Die Unterschiede in den Bruttoarbeitsentgelten lassen sich mit der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur in den beiden Bundesländern erklären. Luftfahrtsbranche, Schifffahrt, Hafen und Logistik sowie mehr Großbetriebe in Hamburg heben das Entgeltniveau, während demgegenüber das Gewicht des Verarbeitenden Gewerbes in Schleswig-Holstein geringer ist und die Struktur durch mehr Klein- und Mittelbetriebe gekennzeichnet ist.

Erläuterung:

Der Median der sozialversicherungspflichtigen Bruttolöhne ist der Wert, bei dem die Hälfte der Löhne unterhalb und die andere Hälfte oberhalb dieses Wertes liegt.


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Thomas Ritter

 

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