Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 28.07.2011

DGB-Jugend zum Ausbildungsstellenmarkt in Schleswig-Holstein

Die Bundesagentur für Arbeit hat heute neue Zahlen für den Ausbildungsstellenmarkt herausgegeben. Die Abteilung Jugend des  DGB Nord hat diese Zahlen für Schleswig-Holstein einmal genauer unter die Lupe genommen hat. Hier das Fazit der Gewerkschaftsjugend:

Ausbildungsstellen:

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen legt deutlich (+12,8%!) von 14.483 auf 16.337 Ausbildungsstellen zu und erreicht damit erstmal seit Jahren nahezu wieder das Niveau des Jahres 2001/2002. Dabei ist der Anstieg fast allein der Zunahme von betrieblichen Ausbildungsplätzen von 14.065 auf 15.663 Stellen geschuldet.


BewerberInnen

Die Zahl der in der Statistik der Arbeitsagentur registrierten BewerberInnen steigt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 617 auf 14.710. Damit erhöht sich im dritten Jahr in Folge die Zahl der von der Arbeitsagentur anerkannten BewerberInnen.

Aus dem aktuellen Schulabgangsjahr befinden sich jedoch nur 6.796 BewerberInnen in der Statistik. Das sind nur 22% der Schulabgänger des aktuellen Jahrgangs.

Ein Drittel der BewerberInnen hat zuvor bereits eine Berufsbildende Schule besucht. Nach wie vor macht der Anteil der sog. "AltbewerberInnen" (Schulabgang in 2010 oder früher) deutlich über 50% aus, so dass "davon auszugehen ist, dass die Zahl der tatsächlich Jugendlichen deutlich höher liegt" sagt der DGB-Jugendsekretär Heiko Gröpler. Über 31.000 Jugendliche verlassen in diesem Jahr die allgemeinbildenden Schulen. Nach Expertenmeinungen wollen von diesen ca. 50% sofort eine duale Ausbildung beginnen (=15.500 Jugendliche). Werden die "AltbewerberInnen" nur aus der BA-Statistik hinzu gezählt (=7.848 Jugendliche), dürfte die Zahl der tatsächlich Ausbildung suchenden Jugendlichen bei über 23.000 liegen.


Fazit:

In der Statistik der Bundesagentur übertrifft das Angebot an Ausbildungsplätzen mittlerweile deutlich die Zahl der anerkannten BewerberInnen.  Werden aber die Jugendlichen einbezogen, die sich nicht bei der Arbeitsagentur melden bzw. nicht von diesen anerkannt werden, verschiebt sich das Verhältnis deutlich. Über 23.000 suchenden Jugendlichen stehen momentan nur 16.337 gemeldete Ausbildungsplätze zur Verfügung. "Fast 7.000 Ausbildungsplätze sind folglich in Schleswig-Holstein im Laufe der nächsten Monate noch zu schaffen", erklärt Gröpler.


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Thomas Ritter 

 

Sekretariat: Astrid Lau 

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